Stiftung Warentest: Trinkwasser in Dortmund hat Top-Qualität - doch es gibt einen Haken

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Trinkwasser aus dem Brunnen kann in Dortmund bedenkenlos getrunken werden. Das sagt auch die Stiftung Warentest. Foto: Sandra Schaftner/RUHR24

Dortmund/NRW - Die Stiftung Warentest hat das Trinkwasser in Dortmund unter die Lupe genommen. Die Qualität ist super, aber es sind Arzneimittelrückstände gefunden worden.

In Dortmund ist die DEW21 für die Versorgung mit Trinkwasser zuständig. Die sagt jetzt: auch im Hochsommer kann das Wasser aus der Leitung bedenkenlos getrunken werden. Zu dem gleichen Ergebnis kommt auch Stiftung Warentest.

  • Trinkwasser in Dortmund kann bedenkenlos getrunken werden.
  • Qualität ist hoch.
  • Durch die geografische Lage wird das Wasser nicht so schnell knapp.

Schon im Juni melden die Dortmunder Energie- und Wasserbetriebe DEW21 einen Rekord. Am Montag (24. Juni) wurde bislang am meisten Wasser verbraucht. Stolze 181.000 Kubikmeter Trinkwasser wurden in der Stadt verbraucht.

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Normalerweise sind es rund 135.000 Kubikmeter. Und das Wetter bleibt weiter heiß, so dass der Verbrauch weiter ansteigen könnte. In Ostwestfalen ruft eine Stadt bereits dazu auf, Trinkwasser zu sparen.

Trinkwasser wird in Dortmund nicht so schnell knapp

Noch ist allerdings keine Knappheit in Sicht. Zurzeit wird das Wasser im Süden der Stadt aus der Ruhr entnommen und dann in den Wasserwerken aufbereitet. Sollte das mal knapp werden, bleiben aber noch die umliegenden Talsperren übrig. Und die haben derzeit einen Füllstand von 89 Prozent.

In der Möhne, die im vergangenen Jahr besonders leer war, sind es derzeit sogar 93 Prozent. Die DEW21 sagt dazu: "Das Ruhreinzugsgebiet besitzt generell eine sehr hohe Sicherheit durch die Talsperren des Ruhrverbands und ist daher im Vergleich zu anderen Regionen sehr komfortabel aufgestellt."

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Gute Qualität aus dem Hahn

Und das ist nicht die einzige gute Nachricht. Denn das Wasser aus dem Hahn kann außerdem bedenkenlos getrunken werden. Zwei Probleme gibt es allerdings: das Wasser kommt etwas wärmer aus der Leitung als sonst und es enthält weniger Sauerstoff. Das hat aber keinen Einfluss auf die Qualität.

Und die ist weiterhin sehr gut. Zu diesem Ergebnis kommt auch die Stiftung Warentest. Die hat sich für ihr Juli-Heft das Trinkwasser in Dortmund genau angeschaut.

Stiftung Warentest kommt zu dem Ergebnis, dass leichte Arzneimittelrückstände im Dortmunder Trinkwasser enthalten sind. Der Grund dafür liegt in der Wassergewinnung aus Flüssen und Seen. Auch Korrosionsschutz- und Pflanzenschutzmittel konnte die Stiftung Warentest nachweisen.

Kein Gift im Wasser nachweisbar

Allerdings sind anders als in anderen Städten und Gemeinden keine Rückstände von Glyphosat enthalten. Dafür wurden aber Spuren von Süßstoffen gefunden. Die sorgten beispielsweise auch bei dem Mineralwasser-Test von Ökotest für eine Abwertung. Eine Gesundheitsgefahr stellen die Stoffe aber nicht dar.

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Die Halbmetalle Arsen und Uran sind wiederum nicht im Dortmunder Trinkwasser nachweisbar. Und das sind gute Nachrichten für die Verbraucher, denn diese wirken giftig auf den Körper.

Dortmunds Abwasser ist voll mit Kokain

Einen etwas anderen Test hat im vergangenen Jahr das Schweizer Wasserforschungsinstituts Eawag gemacht. Dabei kam heraus, dass sich im Abwasser der Stadt große Mengen an Kokain-Rückständen befinden. Auf das Trinkwasser hat das aber keinen Einfluss.

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