Steigerung um 20 Prozent: Tafel versorgt mehr Menschen in Dortmund

Foto: Dortmunder Tafel

Dortmund/NRW - Die Tafel versorgt immer mehr Menschen in Dortmund. 20 Prozent mehr Kunden kamen zuletzt pro Woche, als noch vor eineinhalb Jahren. Dafür braucht die Tafel in Zukunft mehr Unterstützung.

Die Tafel versorgt immer mehr Menschen in Dortmund. 20 Prozent mehr Kunden kamen zuletzt pro Woche, als noch vor eineinhalb Jahren. Dafür braucht die Tafel in Zukunft mehr Unterstützung.

Bei der Dortmunder Tafel kaufen in der Woche mittlerweile über 4.300 Menschen ein. Das hat nun Tafel-Vorsitzender Dr. Horst Röhr gegenüber Sozialdezernentin Birgit Zoerner und Wirtschaftsförderer Thomas Westphal gesagt. "Wir konnten die Warteliste für Neukunden deutlich verkürzen", sagte Rohr beim Besuch der städtischen Mitarbeiter in der Tafelzentrale.

20 Prozent mehr Menschen kommen aktuell pro Woche mehr zur Tafel, als noch vor 18 Monaten. Diese Steigerung ist ein Resultat der verbesserten Mitarbeiterstrategie der Teams, die für die Tafel arbeiten. Der Vorsitzende der Tafel fordert dennoch mehr Hilfe. Etwa bei der Finanzierung von Lkw-Führerscheinen. Die Tafel braucht nämlich Lkw-Fahrer - denn mittlerweile betragen die Lebensmittelmengen, die wöchentlich transportiert werden, um die 100.000 Kilogramm. Röhr will zudem langzeitarbeitslosen Menschen helfen und bei der Vermittlung auf dem Arbeitsmarkt unter die Arme greifen.

Auch das Projekt "Panorama" soll Menschen helfen

Neben der Steigerung der versorgten Menschen hat auch Anfang Juni das Projekt "Panorama" für Aufsehen gesorgt. Dieses Projekt soll bedürftigen Familien mit Kindern helfen. Dabei sollen ehrenamtliche Ansprechpartner Kindern und deren Eltern bei alltäglichen Aufgaben und Problemen - wie Hausaufgaben - helfen.

Das Wort Panorama besteht aus den beiden griechischen Wörtern für „alles“ und „Sicht“. Bei dem Projekt hat es für jeden eine Bedeutung:

"Panorama" ist eine Kooperationsarbeit zwischen der Tafel, dem Kinderschutzbund Dortmund und dem Jugendamt der Stadt. Während Konzept und Plan schon stehen, fehlt nur noch ein Raum als Anlaufstelle. Das Problem: Bei der Tafel gibt es aktuell keinen Platz.

Bürokratie ist das große Problem

Innerhalb von nur 48 Stunden könnte allerdings ein Container der Firma Bloedorn aus Dortmund stehen. Der könnte als Raum umfunktioniert werden. Die Tafel darf den Container jedoch nicht einfach auf das Gelände stellen. Eine Baugenehmigung fehlt. Es kann bis zu mehrere Monate dauern, bis diese Genehmigung da ist.