Am Geldautomaten

Kunden von Sparkasse und Volksbank müssen sich umstellen – Kooperation mit Folgen

Sparkasse und Volksbank setzen auf gemeinsame Standorte. Die Neuerung sorgt für Kunden-Vor- und Nachteile.

Dortmund – Die Sparkasse Dortmund und die Dortmunder Volksbank eG ziehen an einem Strang. Sie wollen nach Angaben der Zilla Medienagentur drei SB-Standorte zusammenlegen. Dadurch können sowohl Kunden der Sparkasse als auch Volksbank-Kunden in Dortmund kostenlos an den Automaten Bargeld abheben. Doch das ist längst nicht die einzige Neuerung der Sparkasse.

BankenSparkasse und Volksbank
OrtDortmund
ThemaGemeinsame Geldautomaten

Sparkasse und Volksbank legen in Dortmund weitere Standorte zusammen

Konkret handelt es sich um den Standort der Sparkasse in Lichtendorf an der Nelkenstraße 11, welcher seit dem 26. September zusätzlich von der Volksbank betrieben wird. Auch der Geldautomat der Volksbank an der Rheinischen Straße 47 im Rewe Filips wird nun von beiden Banken angeboten.

Ab dem 21. Oktober ist zudem ein gemeinsamer Standort an der Preinstraße 92 in Wellinghofen geplant – dieser wurde bislang von der Sparkasse genutzt. Im Anschluss seien auch weitere gemeinsame Standorte in Dortmund nicht ausgeschlossen.

Die schlechte Nachricht: Die Volksbank-Geldautomaten an den Standorten Lichtendorf und Wellinghofen sowie der Sparkassen-Geldautomat im Unionviertel stehen künftig nicht mehr zur Verfügung.

Sparkasse und Volksbank planen in Dortmund gemeinsame Standorte: „Hat sich bewährt“

„Mit der Sparkasse Dortmund betreiben wir aktuell bereits gemeinsame Automatenstandorte im Heideweg 42 in Dortmund-Holzen und am Dortmunder Flughafen. Die dortige Zusammenarbeit hat sich bewährt“, erklärt Thomas Kirmse, Direktor im Marktbereich der Dortmunder Volksbank.

Aus diesem Grund soll bereits über weitere mögliche Kooperationen bezüglich der SB-Standorte nachgedacht werden. „Grundsätzlich beobachten wir, dass sich mittlerweile die digitalen Bezahlmöglichkeiten etabliert haben. Die Corona-Pandemie hat diese Entwicklung noch beschleunigt und Bargeldzahlung wird immer seltener“, erklärt Kirmse weiter.

Die Sparkasse und die Volksbank ziehen an einem Strang.

Kooperation zwischen Volksbank und Sparkasse bringt nicht nur Vorteile mit sich

Auch die Suche für mögliche Standorte der Automaten gestaltet sich oftmals schwierig, denn „Vermieter und Eigentümer haben oftmals Bedenken, wegen möglicher Sprengungen“, heißt es weiter. Durch die Kooperation wolle man einen wirtschaftlichen Weiterbetrieb der SB-Standorte für beide Banken sichern.

Dennoch bietet die Zusammenlegung auch denkbare Nachteile für Kunden. Wenn sich beide Banken dieselbe Infrastruktur teilen, könnten zum Beispiel schneller bestimmte Scheine leer werden. Die Folge wäre, dass Geldabheben nur eingeschränkt möglich ist. Auch eine längere Warteschlange zum Geldabheben ist denkbar. Wenn eine Maschine kaputt ist, fallen die Services direkt für mehr Kunden am Standort weg. Eine persönliche Beratung ist an SB-Standorten ohnehin nur noch eingeschränkt möglich.

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