Sparkasse Dortmund erhöht Preise für Giro-Konten

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Bodo Marks

Dortmund/NRW - Kunden der Sparkasse Dortmund müssen ab dem neuen Jahr tiefer in die Tasche greifen, denn die Giro-Konten werden teurer. Auch für die Preise für die Geldkarten werden erhöht.

Kunden der Sparkasse Dortmund müssen ab dem neuen Jahr tiefer in die Tasche greifen. Die Giro-Konten werden teurer. Und auch für die Preise für die Geldkarten werden erhöht.

Von der Preiserhöhung betroffen ist vor allem das Online-Girokonto der Sparkasse. Die Kontoführungsgebühren steigen und auch für die EC-Karte muss einer höherer Jahresbeitrag gezahlt werde. Außerdem sollen Kosten für getätigte Online-Buchungen anfallen.

Das sind die Gründe für die Preiserhöhung

Zum einen liege das daran, dass die Dienstleistungen angepasst werden. "Die Karten lernen dazu", erklärt Markus Pinnau. Dazu kommen Innovationen wie die Bezahl-App der Sparkasse Kwitt, die Möglichkeit zur Echtzeit-Überweisung oder Multibank-Fähigkeit in der Internetfiliale. Außerdem erfordern die Kosten für Entwicklungen sowie gewachsene Anforderungen an die IT-Sicherheit eine Anpassung der Preise.

Auch weiterhin können die Kunden an über 25.000 Sparkasse-Geldautomaten (davon alleine über 190 in Dortmund) Geld abheben. Zudem bietet die Sparkasse kontaktloses Bezahlen und die Wahl einer Wunsch-PIN an.

Sparkasse klärt auf: Das kosten Karte und Konto demnächst

Ab dem 1. Januar 2019 zahlt man als Bestandskunde beim Giro Online 2,95 Euro als Grundpreis pro Monat. Hinzu kommen die Kosten von drei Cent pro Buchung und zwölf Euro jährlich für die EC-Karte. Bislang lag der Preis bei 7,50 Euro. Bei den Giro-Komfort- und Giro-Starter-Konten bleibt die Karte auch weiterhin kostenlos.

Eine Bank aus Bochum erhebt nun ebenfalls Strafzinsen auf das gesparte Geld. Dabei trifft es jedoch nur eine besondere Art von Kunden.

Für Neukunden gelten die aktualisierten Preise schon seit dem 1. September. Übrigens: Wer keine EC-Karte mehr im traditionellen Sparkassen-Rot haben möchte, der kann sich eine Motivkarte aussuchen. Die kostet einen Euro mehr pro Monat.

Verbraucherzentrale: Erhöhung ist kein Wucher

Was man bei Gebührenerhöhungen tun kann, erklärt die Verbraucherzentrale. Wenn man seine Bank nicht wechseln möchte, dann kann es sich lohnen, über ein anderes Kontomodell nachzudenken, so die Verbraucherzentralen. Außerdem gibt es die Möglichkeit, den Anpassungen zu widersprechen und das Konto wie geplant weiterzuführen. Problem dabei: Die Bank kann einfach mit einer Frist von 2 Monaten kündigen. Will man trotzdem widersprechen, reicht ein einfaches Schreiben.

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Sonderfälle bei den Banken

Wer aufgrund einer Werbung oder Aktion der Bank - wie beispielsweise "ein lebenslang kostenloses Konto" - sein Konto bei der Sparkasse eingerichtet hat, braucht auch künftig nichts dafür zahlen.

Dass die Banken die Preise erhöhen, ist rechtlich völlig berechtigt, meint die Verbraucherzentrale. Auch wenn sich Kunden oft wegen zu großen Preiserhöhungen beschweren, liege in den meisten Fällen aber kein Wucher vor.

Will man die Bank wechseln, dann ist sowohl die alte, als auch die neue Bank gesetzlich dazu verpflichtet, den Kunden dabei zu unterstützen. Das gilt beispielsweise für das Umstellen von Lastschriften und Daueraufträgen.

Momentan gibt es bei der Sparkasse rund 40.000 Giro Online Konten. Das macht rund 13 Prozent aller Giro Konten aus. Seit dem Start der Online Option vor sechs Jahren ist es die erste Preisänderung bei dieser Modellvariante.