Bild: Florian Forth/RUHR24

Ende Juli zerstörte ein Feuer den Irish Pub „Church“ in Dortmund. Jetzt soll er komplett renoviert werden – und noch dieses Jahr wieder öffnen.

  • Ein Feuer zerstörte den Pub „Church“ in Dortmund am 25. Juli.
  • Die gesamte Einrichtung wurde zerstört.
  • Mit Crowdfunding und Hilfe der Stammgäste soll die Kneipe bereits dieses Jahr wieder öffnen.

Verkohlte und zerbrochene Whiskyflaschen, zerstörte Inneneinrichtung, kaputte Instrumente. Statt gemütlicher Kneipen-Atmosphäre liegt der Geruch von kaltem Rauch in der Luft. Der Brand im beliebten „Church“ im Dortmunder Kreuzviertel hat Ende Juli fast die komplette Inneneinrichtung zerstört.

Brand im „Church“: Defekte Steckdose war wohl schuld

Grund für das Feuer war offenbar eine defekte Steckdose hinter der Theke, sagt Bernd Welk, Barkeeper im „Church“ am Dienstag (13. August). „Jetzt wird alles kernsaniert.“ Tresen und Regale mussten bereits weichen. In den kommenden Tagen kommen Wände und Decke dran. Dann sollen Elektriker und Trockenbauer alles wieder herrichten.

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Den Schaden schätzt Welk auf mehr als 100.000 Euro. Die Versicherung bezahlt nur die Schäden am Gebäude, nicht aber den Whisky oder die zahlreichen Instrumente, die als Deko unter der Decke hingen. „Die Gitarren sind komplett zerstört“, sagt Welk, „die Hitze hat denen den Rest gegeben.“ Auch der Whisky sei „etwas rauchiger“ geworden, übt er sich in Galgenhumor.

Irish Pub im Kreuzviertel soll in wenigen Monaten wieder öffnen

Knapp drei Wochen nach dem Brand ist der erste Schock einer gewissen Aufbruchstimmung gewichen. Mit Spenden und der Hilfe von Stammgästen soll das „Church“ bereits in wenigen Monaten wieder eröffnen. Dazu hat eine Mitarbeiterin des Pubs die Crowdfunding-Kampagne „Save the Church“ ins Leben gerufen.

Bislang sind dabei zwar nur einige Hundert Euro herum gekommen. Aber: „Kleinvieh macht auch Mist“, sagt Welk. Mit dem gesammelten Geld will die Eigentümerin Christiane Sprengler eine neue Einrichtung und Waren für die Kneipe im Kreuzviertel kaufen.

Die ersten Arbeiten seien gut angelaufen, findet Bernd Welk. Er ist zuversichtlich. Doch wann kann man im „Church“ endlich wieder Bier trinken? „Ich hoffe in zwei Monaten“, sagt er. Dann soll auch der alte Charme des „Church“ – unter anderem mit Spenden von Gitarren und anderen Instrumenten – wiederhergestellt sein.

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