Kritik auf Facebook

Sirenenalarm in Dortmund war laut Bürgern teils „viel zu leise“

In NRW wurden heute die Sirenen für den Ernstfall getestet. Vielerorts in Dortmund waren sie laut und deutlich zu hören. Aber wohl nicht überall.

Update, Freitag (09. September), 8.18 Uhr: Dortmund – Nach dem Sirenenalarm in Dortmund zieht nun auch die Stadt eine erste Bilanz. „Grundsätzlich sind wir mit dem Ergebnis zufrieden“, schreibt ein Pressesprecher auf Anfrage von RUHR24. 31 der 32 bereits installierten Sirenen hätten ausgelöst. „Bei der einen Sirene finden aktuell Arbeiten eines Elektrikers statt“.

ThemaLandesweiter Sirenenwarntag
StadtDortmund
AnlassBilanz

Warntag in Dortmund – Stadt zieht erste Bilanz zu den Sirenen

Ca. 10 Personen haben bei dem Probealarm in der Leitstelle angerufen. „Das ist für einen Probealarm, der vorher angekündigt war, ein normales Aufkommen“, meint der Sprecher der Stadt Dortmund. „Weitere Sirenen sind in den nächsten Ausbaustufen geplant, um die Bevölkerung noch flächendeckender zu informieren“, heißt es per E-Mail.

Erstmeldung, Donnerstag (8. September), 14.21 Uhr: Der landesweite Sirenentest in NRW ist vorbei. An vielen Orten in zum Beispiel Dortmund war das Geheul deutlich zu hören. Es gab aber auch Stadtteile, in denen die Warntöne laut der RUHR24-Facebook-Community zu leise waren. Durch die geschlossenen Fenster war demnach nichts oder zu wenig zu hören.

Sirenenwarntag in Dortmund – in Asseln und Berghofen „zu leise“

Im Ernstfall wäre das fatal, weil die Sirenen in Notsituationen auch schlafende Menschen wecken und warnen sollen. Zu solchen Ernstfällen können Kriegsentwicklungen zum Beispiel im Zuge des Angriffskriegs in der Ukraine zählen, aber auch Naturkatastrophen. Durch den Klimawandel werden Wetterextreme wie Dürren oder Starkregen nämlich begünstigt.

Auf der RUHR24-Facebookseite heißt es zum landesweiten Sirenentest, dass in etwa Dortmund-Oespel, Bodelschwingh, Huckarde und Marten die Sirenen deutlich zu hören waren. Dagegen in Lütgendortmund, Berghofen, Hombruch, Asseln und Alt-Scharnhorst waren die Warntöne laut einiger Facebook-Kommentare nur leise zu hören.

Eine Userin schreibt zum Beispiel: „Scharnhorst nur bei geöffneten Fenstern“. Sie scheint nicht die einzige gewesen zu sein. Eine andere Userin kommentiert: „Eving, sehr leise und auch nur weil alle Fenster und Balkontüren auf waren“. „Viel zu leise. Im Schlaf bekommen das die meisten nicht mit“, schreibt ein anderer Nutzer.

Landesweiter Warntag in Dortmund – Sirenen laut und deutlich zu hören

Dagegen waren die Sirenen in „Lanstrop laut und deutlich“ zu hören. „In Huckarde hat man es gehört“, heißt es von einem Follower. Eine andere Userin ist gemischter Meinung und schreibt: „Zwei mal gehört, aber der Ton war so komisch hell. Wir dachten erst, die Nachbarn schleifen. Im Ernstfall nimmt das kaum jemand Ernst“.

Zu hören war zum Beispiel in benachbarten Unna wie geplant erst der durchgehende Ton Entwarnung, dann der auf- und abschwellende Ton Warnung und dann wieder Entwarnung. Die NINA-Warnapp hat mal besser, mal schlechter ausgelöst. Im Ernstfall sollen Anwohner sich in ein festes Gebäude begeben, Türen und Fenster schließen und das Radio einschalten.

Elektronische Sirenen warnen die Bevölkerung vor Gefahren (Symbolbild).

Sirenenwarntag in NRW – Ziel ist eine flächendeckende Infrastruktur

Sirenen befinden sich oft auf, teils öffentlichen, Gebäuden. Nach dem Kalten Krieg wurden viele Sirenen zurückgebaut. Aktuell arbeitet Deutschland daran, wieder eine funktionierende, flächendeckende Infrastruktur zu schaffen. Das erklärt auch, warum die Sirenen in einigen Stadtteilen besser und in anderen schlechter zu hören waren (mehr News aus Dortmund bei RUHR24).

Der Warntag war dafür gedacht zu testen, ob die Sirenen einsatzbereit sind. Es ging sowohl um die Technik, als auch um die Abläufe. Die Menschen in NRW sollten für den Ernstfall sensibilisiert werden. Am 8. Dezember ist der nächste, dann bundesweite, Warntag. Wie zufrieden Stadt und Feuerwehr Dortmund mit dem Warntag sind, haben wir angefragt und berichten weiter, sobald wir Antwort erhalten haben.

Rubriklistenbild: © Gottfried Czepluch/Imago

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