Insgesamt 400 Einsätze

Silvester in Dortmund: Schüsse auf Polizisten und sexuelle Belästigung am Hauptbahnhof

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Die Polizei Dortmund zieht nach der Neujahrsnacht Fazit.

In Dortmund kam es zwischen Silvester und Neujahr zu rund 400 Einsätzen. Dabei kam es auch zu gefährlichen Situationen. Die Polizei Dortmund zieht jetzt ein Fazit.

  • Die große Neujahrsnacht ist vorbei - und die Polizei Dortmund zieht ein Fazit.
  • Es gab Einsätze durch Schreckschusspistolen und sexuelle Belästigung am Dortmunder Hauptbahnhof.
  • Die Polizei Dortmund musste zu rund 400 Einsätzen ausrücken.

Dortmund - Das Jahr 2020 hat angefangen und die große Silvesternacht ist vorbei. Dabei soll es in Dortmund relativ ruhig gewesen sein und nur kleinere Zwischenfälle gegeben haben. Die Polizei zieht jetzt Bilanz. 

Polizei Dortmund zieht nach der Neujahrsnacht Bilanz

Mit insgesamt 400 Einsätzen zwischen Mitternacht und 5 Uhr morgens (1. Januar) hatte die Polizei Dortmund dennoch ganz schön viel zu tun. Unter den Einsätzen befanden sich vor allem Ruhestörungen, Verkehrsunfälle und Körperverletzungen. 

Zur Unterstützung der Einsatzkräfte wurde auch noch das Dortmunder Ordnungsamt dazu gerufen. Ein Schritt mit Erfolg, erklärt Polizeipräsident Gregor Lange in einer Pressemitteilung: "Es hat sich ausgezahlt, dass Polizei und Ordnungsamt gemeinsam im Einsatz waren. Bei Hinweisen auf Straftaten konnten wir nicht nur schnell einschreiten, sondern durch gezielte Kommunikation mit vielen Bürgerinnen und Bürgern auch dafür sorgen, dass riskante Situationen durch unsachgemäße Pyrotechnik erst gar nicht entstanden sind. Auffällig ist aber, dass es Personen gibt, die allen Warnungen zum Trotz sehr fahrlässig mit Pyrotechnik umgehen und andere Menschen dadurch in Gefahr bringen."

Schreckschusspistolen sorgt bei der Polizei Dortmund für gefährliche Situationen

Aber nicht nur Pyrotechnik war in der vergangenen Nacht ein häufiges Problem, sondern auch der Umgang mit Schreckschusspistolen. Diese wurde in drei Fällen gezückt - und dagegen ging die Polizei sehr akribisch vor.

Noch kurz vor dem Jahreswechsel um 23 Uhr, gab der 19-jährige Fahrer eines Golfs aus seinem Auto heraus mehrere Schüsse mit einer Schreckschusspistole ab. Zeugen riefen daraufhin die Polizei. Diese konnten dann das Auto an der Borsigstraße/Ecke Brunnenstraße stoppen und die Waffe sicherstellen.

Polizisten mussten Mann aus Dortmund mit Schreckschusspistole am Boden fesseln

Der zweite Fall hätte dagegen noch richtig gefährlich für die Beamten werden können. Gegen 1.10 Uhr wählten Anwohner an der Münsterstraße den Notruf. Sie würden durch massive Böller belästigt werden. Als die Beamten an dem Mehrfamilienhaus eintraf, ging ein Mann mit einer Waffe in der Hand auf die Polizisten zu.

Die Beamten zogen daraufhin ihre eigene Waffe und zwangen den Mann, sich flach auf den Boden zu legen. Der 29-jährige Mann hielt in seiner Hand eine Schreckschusspistole. Das stellte sich anschließend im Rahmen einer Kontrolle heraus. Daraufhin wurde er gefesselt.

Unfassbar: Mann feuert Schüsse auf die Beamten ab

Eine Tat, die sprachlos macht, ereignete sich an Neujahr (1. Januar) um 2.20 Uhr. Während einer Unfallaufnahme an der Ecke Am Grotenkamp/Kruckeler Straße, feuerte aus 40 bis 50 Metern Entfernung ein Mann aus unbekanntem Grund mehrere Schüsse auf die Beamten ab. 

Nach einer kurzen Flucht konnte die Polizei den 28-jährigen Mann überwältigen. Auch er war im Besitz einer Schreckschusspistole, mit diesem er auch die Schüsse abfeuerte. In einigen Fällen der drei ermittelt jetzt die Polizei wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz. 

Dortmund Hauptbahnhof: Zwei Jugendliche wurden sexuell belästigt

Zu einer Tat anderer Natur kam es allerdings am Hauptbahnhof in Dortmund. Zwei 17- und 18-jährige Jugendliche sollen von einem 49-jährigen Mann sexuell belästigt worden sein. Nach Angaben von mehreren Zeugen soll der Dortmunder den beiden jungen Frauen gegen ihren Willen in den Schritt gefasst haben. Die Bundespolizei nahm den 49-jährigen Mann fest und leiteten ein Strafverfahren wegen sexueller Belästigung ein. Auch in der Silvesternacht vergangenes Jahr kam es zu so einer Straftat.

Um 23.30 Uhr wurde es in der Dortmunder Innenstadt immer voller und einige Personen missachteten die drei Verbotszonen in der Innenstadt. Die Polizei und das Ordnungsamt wiesen daher zahlreiche Personen nicht nur auf die Gefahr von Pyrotechnik hin, sondern baten auch, die Verbotszonen mit ihren Raketen und Böllern wieder zu verlassen.

Einige Personen ignorierten die Verbotszonen in der Dortmunder Innenstadt

Das nahmen manche allerdings nicht ernst und zündeten rund um die Petrikirche teilweise massiv Raketen und Böller. Dabei wurden zwei Polizisten leicht verletzt, konnten ihren Dienst aber noch weiter fortsetzen. Gegen die Tatverdächtigen wurde Anzeige erstattet. 

Auch im Rest der Nacht kam es immer wieder zu kleinen Einsätzen für die Polizei Dortmund. Dabei handelte es sich meist um körperliche Auseinandersetzungen, in denen vor allem Alkohol eine Rolle spielte. Diese endeten jeweils in Strafanzeigen gegen die Betroffenen. Insgesamt zehn Personen wurden zur Vermeidung weiterer Straftaten in Polizeigewahrsam genommen.

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