Corona-Neujahr 2021

Silvester in Dortmund: OB Westphal und Polizeipräsident Lange mit deutlichem Appell an die Bürger

Gregor Lange und Thomas Westphal
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Dortmund Oberbürgermeister Westphal und Polizeipräsident Lange appellieren zu Silvester an die Bürger der Stadt.

Wegen der Corona-Pandemie gelten in diesem Jahr strenge Regeln an Silvester. Damit diese auch eingehalten werden, veröffentlichte die Polizei Dortmund nun ein Video.

Dortmund - „Irgendwann werden wir uns an das Silvester-Fest 2020 erinnern und daran, wie ruhig es war, aber trotzdem lustig“ - mit diesen Worten beginnt Dortmunds Neu-Oberbürgermeister Thomas Westphal (SPD) ein Video, welches die Polizei Dortmund am Montagmittag (28. Dezember) auf ihrem offiziellen Facebook-Kanal veröffentlicht hat. Darin äußern sowohl Westphal als auch Polizeipräsident Gregor Lange einen dringenden Appell an die Bürger.

Oberbürgermeister von DortmundThomas Westphal
ParteiSPD
Im Amt seit1. November 2020

Corona-Silvester in Dortmund: OB Westphal gibt hoffnungsvolle Aussicht auf die Zukunft

„Und wir haben uns gefreut auf 2021. Ein Jahr der Hoffnung, in der wir dann die Pandemie auch in dieser Stadt hoffentlich überwunden haben“, so Westphal in dem Video weiter. Die darin enthaltene Botschaft könnte nicht eindeutiger sein.

Worauf Dortmunds neu gewählter Oberbürgermeister anspielen will: Dass die Corona-Pandemie in Dortmund nur eingedämmt werden kann, wenn alle zusammenhalten und sich an die Regeln halten. Deswegen auch der nachfolgende Appell des SPD-Politikers: „Eine Bitte an Sie alle: Bleiben sie an diesem Silvester zu Hause und vermeiden Sie Kontakte!“

Dortmund: Polizeipräsident Gregor Lange appelliert an Vernunft der Bürger wegen Silvester

Auch Dortmunds Polizeipräsident Gregor Lange kommt in dem Facebook-Video zu Wort. Er spricht von hohen Infektionszahlen und bedauert die Situation in den Krankenhäusern. Gleichzeitig macht er klar, dass die anhaltende Pandemie auf das Verhalten unvernünftiger Dortmunder zurückzuführen sei, die sich nicht an die Regeln halten.

Auch sein Appell ist deshalb ganz klar: „Bitte halten Sie sich an die Corona-Regeln und geben sie Ordnungsamt und Polizei keinen Anlass für einen Einsatz!“

Bereits während einer Pressekonferenz am 22. Dezember hatte Gregor Lange an die Dortmunder Bürger appelliert: „Infektionsschutz ist etwas, was nicht durch eine Behörde durchgesetzt werden kann. Dafür brauchen wir das Verständnis, die Vernunft und die Verantwortungsbereitschaft der Dortmunderinnen und Dortmunder.“

Dortmund: OB Thomas Westphal sorgt sich um die Infektionszahlen nach Silvester

Und auch Dortmunds OB Westphal hatte schon im Vorfeld seine Sorge für die anstehende Silvester-Nacht verkündet. Gerade zum Jahreswechsel träfen sich viele Menschen, um miteinander zu feiern und ein Feuerwerk zu zünden.

Das sei angesichts der hohen Infektionszahlen aber keine gute Idee. Die Corona-Fallzahlen könnten nach dem Jahreswechsel explodieren und Krankenhäuser ans Limit bringen.

Dortmund: Böller-Verbotszonen an Silvester 2020 wegen Corona ausgeweitet

Um die Infektionszahlen möglichst gering zu halten, hat die Stadt Dortmund deswegen seine Böller-Verbotszonen für Silvester weiter ausgeweitet. Zunächst war das Zünden von Feuerwerk nur in der Innenstadt rund um die Reinoldikirche sowie an der Katharinentreppe verboten. Jetzt kam ein neuer und äußerst beliebter Ort hinzu: die Möllerbrücke im Kreuzviertel.

„Neu ist, dass wir dieses Jahr auch den Bereich der Möllerbrücke mit einem Feuerwerksverbot versehen“, gab Dortmunds Ordnungsdezernent Norbert Dahmen am Dienstag (22. Dezember) bekannt. Und damit nicht genug: Damit sich an den drei genannten Stellen auch wirklich niemand treffen wird, hat die Stadt Dortmund das geltende Ansammlungsverbot für Silvester weiter verschärft.

Dortmund: Silvester-Hotspots in diesem Jahr mit verschärften Corona-Regeln

Heißt konkret: Rund um die Reinoldikirche, an der Katharinentreppe sowie an der Möllerbrücke darf man sich an Silvester nur maximal zu zweit treffen. Normalerweise sehen die aktuellen Corona-Kontaktbeschränkungen des Landes NRW vor, dass man sich in der Neujahrsnacht zumindest mit fünf Personen aus zwei Haushalten treffen darf.

Das Ordnungsamt sowie die Polizei wollen in der Innenstadt an Silvester vermehrt kontrollieren. Wer sich nicht an die Regeln hält und sich trotzdem mit mehreren Personen an den Orten trifft, muss mit harten Strafen rechnen. Im schlimmsten Fall sind Bußgelder im dreistelligen Bereich zu zahlen. Das gilt auch bei Verstößen gegen das geltende Alkoholverbot in der Öffentlichkeit, das noch bis zum 10. Januar 2021 Bestand hat.