Gasknappheit

Dortmund will Temperaturen in Schwimmbädern senken

Durch den Krieg in der Ukraine steigen in Deutschland die Preise für Gas. Die Stadt Dortmund will jetzt sparen.

Dortmund – Nicht nur Bürgerinnen und Bürger spüren die Gasknappheit in Deutschland, auch die Städte überlegen sich aktuell Sparmaßnahmen. In Bochum zum Beispiel bleibt das Wahrzeichen der Stadt, der Förderturm am Bergbaumuseum, erstmal dunkel. Die Stadt Dortmund plant auf anderem Wege Energie einzusparen.

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Stadt Dortmund will Energie sparen – Heizung in öffentlichen Gebäuden wird runtergedreht

Mittlerweile ist auch der Oberbürgermeister der Stadt Dortmund, Thomas Westphal (SPD), der Meinung „die Situation im Energiebereich spitzt sich zu“, wie in einer Pressemitteilung der Stadt Dortmund deutlich wird. „Wir diskutieren aktuell akut darüber, was wir als Stadt unternehmen können, wenn es Richtung Herbst/Winter an Gas mangelt. Bereits vor der Sommerpause haben wir die Situation geprüft und erste Ideen formuliert“, fährt er fort.

Öffentliche Gebäude sollen zum Beispiel in diesem Winter etwas weniger geheizt werden. Momentan ist eine Senkung um nur ein Grad geplant. Das soll schon einen deutlichen Spareffekt haben. Auch in Sporthallen könnte die Heizung runtergedreht werden. In den Hallen ginge es schließlich sowieso ums schwitzen (mehr News aus Dortmund bei RUHR24).

Stadt Dortmund will Temperatur in Schwimmbädern senken

Schwimmbäder bleiben von den Sparmaßnahmen ebenfalls nicht verschont. Auch hier könnte die Temperatur leicht gesenkt werden. Baudezernent Arnulf Rybicki ergänzt: „Wir gehen bei einer Absenkung von etwa ein Grad Celsius von einem Einsparpotenzial von sechs Prozent aus. Wenn wir die Bäder einrechnen, liegt das Potenzial bei 12 Prozent. Jeder Beitrag zählt.“

In einigen Schwimmbädern in Dortmund könnte bald die Temperatur gesenkt werden. Andere fahren sie gerade erst wieder hoch.

Zwei Dortmunder Freibäder dagegen beenden aktuell ihre Sparmaßnahmen. Zu Beginn des Sommers hatte man aufgehört, die Freibäder Wellinghofen und Volksbad zu heizen, aus Solidarität mit der Ukraine. Der Betreiber Sportwelt Dortmund hatte kurzfristig entschieden, die Bäder doch wieder zu erwärmen.

Rubriklistenbild: © Ina Fassbender/AFP

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