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Nach den Schüssen auf einen Mann in Dortmund und die Festnahme des Täters sucht die Polizei einen Tag nach der Tat mehrere Zeugen.

  • Jugendliche aus Buslinie sollen wissen über mögliche Tatwaffe haben.
  • Tatmotiv weiterhin unklar.

Update, Donnerstag (13. Juni), 17.10 Uhr: Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Dortmund hat die zuständige Ermittlungsrichterin am Donnerstag beim Amtsgericht Dortmund einen Haftbefehl wegen des Verdachts des versuchten Mordes gegen den 33-jährigen Beschuldigten erlassen.

Richterin erlässt Haftbefehl

Der Beschuldigte konnte aufgrund einer notwendigen medizinischen Versorgung noch nicht angehört werden.

Update, Donnerstag (13. Juni), 13.50 Uhr: Inzwischen hat die Polizei den Suchaufruf nach der Twitternutzerin wieder zurückgenommen. Zu dieser habe die Polizei bereits am Mittwoch Kontakt aufgenommen.

Update, Donnerstag (13. Juni), 12.28 Uhr: Wie die Polizei mitteilt, habe eine Zeugin im Zuge der Ermittlungen ausgesagt, sie habe am Donnerstag gegen 11.30 Uhr in einem Bus der Linie 352 oder 353 an der Haltestelle Kreuzstraße ein Gespräch zwischen zwei Jugendlichen wahrgenommen, die sich über den Fund einer Schusswaffe unterhalten hätten.

Jetzt sucht die Polizei diese Jugendlichen. Sie sollen sich bei der Polizei melden. Die Polizei will einen Übergabeort für die Waffe vereinbaren. Von dieser Waffe sei aber nicht bekannt, ob überhaupt ein Zusammenhang mit der Tat vom 12. Juni besteht

Zudem sucht die Staatsanwaltschaft und die Polizei die Twitter-Nutzerin „JennyimWesten„, die unmittelbar vor der Tat in der U-Bahn Kontakt mit dem Beschuldigten gehabt haben soll. Diese Zeugin wird ebenfalls gebeten, sich bei der Polizei zu melden.

Update, Mittwoch (12. Juni) 21 Uhr: Nach der Festnahme des 33-jährigen Tatverdächtigen wird für die Ermittler der Hinweis einer Twitter-Userin relevant. Sie twitterte, dass ein bewaffneter Mann eine Frau in einer U-Bahn belästigt habe.

Die Staatsanwaltschaft geht nach ersten Erkenntnissen davon aus, dass der Mann der mutmaßliche Täter gewesen ist.

Update, Mittwoch (12. Juni) 19.25 Uhr: Wie die Polizei mitteilt, handelt es sich bei dem mutmaßlichen Täter um einen 33-jährigen Mann aus Dortmund. Bei dem Beschuldigten fanden die Einsatzkräfte eine Langwaffe, die anschließend beschlagnahmt wurde.

Nach Schüssen in Dortmund: Täter flüchtete zu Fuß

Der Mann war nach der Tat am Morgen an der Weißenburger Straße zu Fuß vom Tatort geflüchtet. Ein 32-jähriger Dortmunder ist durch die Schüsse schwer verletzt worden.

Die Hintergründe der Tat sind weiterhin unklar. Die weiteren Ermittlungen hat die Staatsanwaltschaft übernommen, sie dauern weiter an.

Erstmeldung: Der Mann war seit der Tat am Morgen um 10 Uhr auf der Flucht. Nach intensiven Fahndungsmaßnahmen und vielen Polizisten im Einsatz, ist es der Polizei am Mittwochabend gelungen einen mutmaßlichen Tatverdächtigen festzunehmen.

Zuletzt führte die Ermittler wohl eine Spur nach Eving. Über den Polizeieinsatz nach den Schüssen an der Weißenburger Straße in der Dortmunder Innenstadt hat RUHR24 ausführlich berichtet.

Bereits am Pfingsmontag gab es für die Dortmunder Polizei einen großen Einsatz. In der Nordstadt kam es zu einer Massenschlägerei mit 80 Personen.

Am Sonntag (9. Juni) ist in einem Park in Dortmund-Scharnhorst außerdem eine Leiche entdeckt worden. Wie die Person zu Tode kam, ist derzeit noch unklar.