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Geht es nach der Stadt Dortmund, soll Julia Wissert die nächste Chefin am Schauspiel Dortmund werden. Damit wäre die 34-jährige Nachfolgerin von Kay Voges eine der jüngsten Intendantinnen in Deutschland.

Ganz spruchreif ist die neue Personalie am Schauspiel Dortmund aber noch nicht. Erst muss der Rat der Stadt Dortmund am 23. Mai noch seine Zustimmung geben.

Ist das der Fall, könnte sich das Dortmunder Schauspiel künftig diverser und vielschichtiger präsentieren als zuletzt. „Frau Wissert möchte unter anderem auch sehr starke Frauen als Partner in die Regie und die Dramaturgie ins Schauspiel holen“, sagte Dortmunds Kulturdezernent Jörg Stüdemann am Dienstag.

Das Schauspiel solle nach der Vorstellung Wisserts künftig aktuelle Fragen von Diversität und Offenheit behandeln. Das Theater solle künftig ein Ort sein, der so vielschichtig sei, wie Dortmund selbst.

Als Regisseurin Erfahrung gesammelt

Wissert, gebürtig aus Freiburg, arbeitete bereits als Regisseurin am Maxim Gorki Theater in Berlin, im Theater Luzern, am Schauspielhaus Bochum und am Nationaltheater Brno (Tschechien). Studiert hat Wissert Performance und Theaterregie in London und Salzburg.

Jörg Stüdemann, Kulturdezernent und Kämmerer der Stadt Dortmund. Foto: Daniele Giustolisi/RUHR24
Freut sich auf eine neue Intendantin am Schauspiel Dortmund: Kulturdezernent Jörg Stüdemann. Foto: Daniele Giustolisi/RUHR24

Für Furore sorgte die 34-Jährige unterdessen mit einer von ihr ins Spiel gebrachten Anti-Rassismus-Klausel. Sie kann genutzt werden, um im Rahmen eines Vertragsverhältnisses Beteiligte vor rassistischen Äußerungen und Übergriffen durch Mitarbeiter des Auftraggebers zu schützen.

Aktuelle Top-Themen:

Julia Wissert würde damit den bisherigen Intendanten des Schauspiels Dortmund, Kay Voges, folgen. Der 46-Jährige hatte im Januar 2019 sein Aus als Intendant verkündet. Voges soll jetzt dafür sorgen, dass Wissert in relativ kurzer Zeit am Schauspiel Dortmund Fuß fassen kann.