Gasknappheit

DEW21 warnt Dortmunder Bürger vor fatalem Fehler im kommenden Winter

Die Sorge vor einem kalten Winter ist groß. Denn Gas ist in Deutschland aktuell knapp. Viele denken über Alternativen nach.

Dortmund – Russland hat die Gaslieferungen nach Deutschland, im Rahmen der Sanktionen, gedrosselt. Das ist eine Reaktion auf Deutschlands Solidarität mit der Ukraine. Auch aus umwelttechnischen Gründen und um unabhängig von den russischen Gasimporten zu sein, gilt es Alternativen zu finden. Von einer Möglichkeit raten die Stadtwerke in Dortmund (DEW21) ab.

UnternehmenDortmunder Energie- und Wasserversorgung
KurzDEW21
ThemaGasknappheit

Gasknappheit in Dortmund – Heizlüfter sind kein Ersatz für die Heizung

Viele Heizungen in Deutschland werden mit Gas betrieben. Um Energie zu sparen, gilt es, ihre Leistung in diesem Winter so gering wie möglich zu halten – anderenfalls könnten Bürger wegen der gestiegenen Kosten viel Geld für die warme Wohnung zahlen. Denn die Versorgung an sich sei weiter gewährleistet, wie DEW21 auf ihrer Homepage schreiben.

Viele Verbraucher hätten aktuell große Unsicherheiten in puncto Bezahlbarkeit von Energie. Es gibt zahlreiche Tipps zum Energiesparen, aber auch Ideen, wie die Wohnung warm wird, ohne dass die Heizungen hochgedreht werden. Viele denken da sofort an den strombetriebenen Heizlüfter. Doch die Stadtwerke Dortmund warnen davor, mit diesem die ganze Wohnung zu wärmen.

Raum schnell und kurz wärmen – hier helfen lauft der Stadtwerke Dortmund Heizlüfter

Zur Begründung heißt es von DEW21: „Elektronische Heizgeräte wie Heizlüfter, Radiatoren und Konvektoren sind nicht dazu ausgelegt, eine Heizung zu ersetzen“. Allerdings seien solche elektronischen Geräte sehr wohl geeignet, um einen Raum schnell und kurz zu erwärmen, wie zum Beispiel ein kleines Badezimmer.

Es sollte allerdings Vorsicht geboten sein. Heizlüfter gelten nämlich als echte Stromfresser. „Aufgrund ihres enormen Strombedarfs können sie den Stromverbrauch eines Haushalts sehr stark erhöhen – und damit auch für hohe Stromrechnungen sorgen“, schreiben die Dortmunder Stadtwerke auf ihrer Homepage (mehr News aus Dortmund bei RUHR24). Außerdem wird, wenn auch nur zu einem kleinen Teil, auch Strom für Dortmund bei der Gasproduktion hergestellt.

Ein weiteres Problem mit den Heizlüftern sei es, dass sie schnell das Stromnetz überlasten können. Für einen so großen und schnellen Anstieg des Energiebedarfs seien die Leitungen nicht ausgelegt. So heißt es von den Dortmunder Stadtwerken: „DEW21 rät daher von dem Einsatz von Heizlüftern als Ersatz für die Heizung ab“.

Heizlüfter sind echte Stromfresser. Die Stadtwerke raten deshalb von ihnen ab.

Dortmund: Photovoltaikanlage für den Balkon als Alternative? Stadtwerke Dortmund warnen

Doch was ist dann die Alternative zur Gasheizung im kommenden Winter? Auf der Seite von DEW21 befindet sich der Punkt „Eigenerzeugung von Strom – Photovoltaikanlage für den Balkon“. Hier steht: „Stecker-Solargeräte, im Handel auch Mini-PV, Plug-In- oder Balkon-Kraftwerke bezeichnet, lassen sich auf Balkonen oder Terrassen montieren oder ohne feste Installation aufstellen“.

Ob das nun eine Empfehlung zur Nutzung von Sonnenenergie ist, wird nicht ganz deutlich. Allerdings mahnen die Stadtwerke Dortmund zur Vorsicht: „Die PV-Anlagen dürfen nicht einfach an die Steckdose angeschlossen werden, ein Installateur sollte die Gegebenheiten checken.“

Photovoltaik für den Balkon oder Garten kann eine Alternative zu Gas sein.

Stadt Dortmund senkt den Energieverbrauch – Schuld ist die Gasknappheit

Welche Alternativen es zur Gasheizung sonst noch gibt, machen die Dortmunder Stadtwerke hier nicht deutlich. Neben dem Umrüsten auf erneuerbare Energien bleiben da wohl am Ende Pullover oder Decken, wenn der Winter kalt werden sollte. Die Stadt Dortmund überlegt aktuell ebenfalls, wie Energie gespart werden kann.

Zum Beispiel sollen öffentliche Gebäude etwas weniger geheizt werden, genauso wie Sporthallen – was allerdings noch diskutiert wird, laut einer Pressemitteilung der Stadt Dortmund. Gemeinsam mit der Senkung der Wassertemperatur in Schwimmbädern, sollen die Maßnahmen für diesen Winter reichen, um ein fast normales Leben zu führen – mit Weihnachtsmarkt. Laut Oberbürgermeister Westphal werde eher der nächste Winter zum Problem.

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