In einem Autohaus an der Ruhrallee hat es in der Nacht zu Dienstag (17. Oktober) gebrannt. Anwohner der darüber liegenden Wohnungen mussten ihr Haus verlassen. Die Polizei geht von Brandstiftung aus.

Update, 15.45 Uhr: Nach ersten Ermittlungen geht die Polizei davon aus, dass der Brand in der Tuningfirma absichtlich gelegt wurde. Das teilten die Beamten am Dienstagnachmittag mit. Nach Zeugenaussagen habe es sich um zwei Täter gehandelt, von denen einer Schmiere gestanden habe. Der andere soll die Scheibe des Ladens eingeschlagen und anschließend den Brand gelegt haben. Den Schaden schätzen die Beamten auf rund 2 Millionen Euro. Die Ruhrallee musste rund drei Stunden lang gesperrt werden. Nun werden weitere Zeugen der Tat gesucht.

Die mutmaßlichen Täter wurden nach Angaben der Polizei wie folgt beschrieben: „Der Haupttäter soll mit einer Jogginghose und einem Kapuzenpulli oder einer Kapuzenjacke bekleidet gewesen sein. Die Kapuze hatte er sich ins Gesicht gezogen. Er trug demnach zudem schwarze Turnschuhe mit hellen Sohlen. Der zweite Täter war dunkel gekleidet und trug einen Rucksack.“ Nach der Tat sollen sie in Richtung Norden geflüchtet sein und dann in den Fußweg zwischen S-Bahn-Strecke und Südbad eingebogen sein.

Wer zur Tatzeit gegen 3.20 Uhr in dem genannten Bereich an der Ruhrallee etwas auffälliges bemerkt hat, soll sich unter der Telefonnummer 0231/1327441 bei der Polizei melden.

Ursprungsmeldung: Gegen 3:20 Uhr wurden die Anwohner des Wohngeschäftshauses an der Ruhrallee (Höhe Südbad) am frühen Dienstagmorgen (17. Oktober) durch einen lauten Knall geweckt. Als sie das Gebäude verließen, brannte es in den Verkaufsräumen eines Autohauses im Erdgeschoss.

Ein Mieter versuchte noch, das Feuer mit einem Gartenschlauch zu löschen. Die Bewohner wurden sofort vom eintreffenden Rettungsdienst betreut. Sie kamen zunächst in einem  Betreuungsbus der Feuerwehr unter.

Feuer drohte, auf Wohnung überzugreifen

Als die ersten Einheiten der Feuerwehr eintrafen, schlugen bereits die Flammen aus einer geborstenen Scheibe des Autohauses. Sie drohten auf die darüber liegende Wohnung überzugreifen. Die Feuerwehr ging mit zwei Strahlrohren gegen den Brand vor. Gleichzeitig kontrollierten zwei weitere Trupps mit Atemschutz die über dem Autohaus befindlichen Wohnungen. Nach Ende der Löscharbeiten lüftete die Feuerwehr die  Wohnungen mit einem Hochleistungslüfter durch.

Alle Bewohner blieben unverletzt und konnten nach dem Einsatz in ihre Wohnungen zurückkehren.

Die Brandursache und die Höhe des Schadens wird durch die Polizei ermittelt. Im Einsatz befanden sich 48 Einsatzkräfte der Feuerwehr und des Rettungsdienstes.