Architekturprojekt

100-Meter-Steg in Dortmunder Park soll große Erleichterung bringen

Ein Steg über der Moorlandschaft soll im Rombergpark vielen Bürgern nutzen. Vier Studenten der TU Dortmund wirken beim Projekt mit.

Dortmund – Der Botanischer Garten Rombergpark im Süden von Dortmund gilt als beliebter Ort für Spaziergänge und Veranstaltungen. Durch die ganz unterschiedlichen Bereiche bietet der Park Abwechslung und Attraktionen für Naturbegeisterte aus ganz NRW. Jetzt soll die Begehung der unterschiedlichen Landschaften durch eine Stegkonstruktion vereinfacht werden.

StadtDortmund
ParkRombergpark
ProjektSteg über Moorlandschaft

Park in Dortmund bekommt 100-Meter-Steg: Studenten der TU Dortmund dürfen bei Planung mitwirken

Ein 100 Meter langer Steg soll künftig für mehr Barrierefreiheit im Botanischen Garten Rombergpark sorgen. Die Planungen hat die Stadt Dortmund jetzt veröffentlicht. Wie der Steg genau aussehen wird, geht aus unterschiedlichen Ideen von Studenten der Fakultät Architektur und Bauingenieurwesen der TU Dortmund hervor. Vier Studenten haben am Mittwoch (27. Juli) ihre Entwürfe für die Stegkonstruktion öffentlich vorgestellt.

Aus jedem Entwurf werden laut der Stadt Dortmund bestimmte Elemente in die tatsächliche Umsetzung des Stegs aufgenommen. Die Studenten haben für ihre Entwürfe einen Geldpreis erhalten.

Ein Ziel der neuen Konstruktion werde ganz besonders berücksichtigt – die Barrierefreiheit. Denn für Besucher mit Kinderwagen, Rollatoren oder Rollstuhlfahrer waren einige Wege in der Moorlheidelandschaft bislang kaum begehbar.

Park in Dortmund bekommt 100-Meter-Steg: Landschaftsbereiche barrierefrei miteinander verbinden

Der barrierefreie Übergang soll den Bereich der Moorkate mit dem Amphitheater verbinden. Beginnen soll der Steg in der Dünenlandschaft (mehr News aus Dortmund bei RUHR24).

Im Rombergpark in Dortmund soll ein Steg verschiedene Bereiche verbinden.

Auch der Aspekt der Nachhaltigkeit stand bei den Entwürfen im Vordergrund. So sollten die Studenten für den Bau des Stegs möglichst vorhandene und natürliche Materialien wählen, sodass die Konstruktion in die Geländeformation und den Baumbestand integriert wird. Die TU-Dozenten Jun.-Prof. Anne Hangebruch vom Institut für Massive Baukonstruktion und Prof. Dr. Ingo Münch vom Institut für Baumechanik, Statik und Dynamik haben die Projekte betreut.

Park in Dortmund bekommt 100-Meter-Steg: Nachhaltigkeit als zentrale Anforderung

Wie die Stadt Dortmund berichtet, sollte bei den Entwürfen auch auf die Vermeidung oder Reduzierung von Fundamenten und Ständerkonstruktionen aus Stahl geachtet werden. Damit soll unter anderem der Eingriff in den Boden minimiert werden. Zudem bieten lebende Bäume wie die Waldkiefern Möglichkeiten, um Edelstahlanker zu befestigen, ohne die Bäume dabei zu beschädigen. Die Idee von Stroh mit Lehmverputz als Fundament wurde ebenfalls diskutiert.

Die Steg-Entwürfe für den Rombergpark wurde öffentlich präsentiert.

Nach Wünschen des Botanischen Gartens sollen die Ideen bereits Ende 2023 umgesetzt worden sein. Ob dieses Ziel erreicht wird, bleibt abzuwarten. Doch der Rombergpark bietet schon jetzt zahlreiche Gründe für einen Besuch. Zuletzt konnte man im Dortmunder Rombergpark exotische Taschentuchbäume betrachten.

Rubriklistenbild: © Hans Blossey/Imago; Stadt Dortmund; Collage: RUHR24

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