Reiseziel Mallorca

Roman Bürki verklagt Eurowings – weil er nicht mit Freundin Marlen ins Flugzeug durfte

Roman Bürki mit offenem Mund beim BVB.
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Roman Bürki verklagt die Fluggesellschaft Eurowings.

BVB-Torwart Roman Bürki wollte vergangenes Jahr für einen Termin nach Mallorca fliegen. Jetzt verklagt er Eurowings.

Dortmund - Einmal nach Malle fliegen, Haus anschauen und zurück. So hatte BVB-Spieler Roman Bürki (30) sich das vergangenen Sommer vermutlich vorgestellt. Allerdings wurden er und seine Freundin Marlen Valderrama-Alvaréz gar nicht erst im Flieger von Eurowings mitgenommen. Was genau war passiert?

BVB-TorwartRoman Bürki
Geboren14. November 1990 (Alter 30 Jahre), Münsingen, Schweiz
Aktuelles Team Borussia Dortmund ( Erster Torwart)

Roman Bürki verklagt Eurowings: BVB-Spieler konnte nicht mitfliegen

Für den 3. Juli 2020 hatten Roman Bürki und Marlen Valderrama-Alvaréz eigentlich einen Flug nach Palma de Mallorca gebucht. Der Flug sollte am Düsseldorfer Airport mit der Fluglinie Eurowings starten. Allerdings soll sich trotz Buchung kein Platz mehr für das Paar im Flieger gefunden haben. Das Flugzeug sei völlig überbucht gewesen, so schildert es ein Anwalt von Roman Bürki gegenüber WDR2.

Der BVB-Keeper habe mehrfach darum gebeten, noch in dem Flieger mitgenommen zu werden. Denn der Grund für seinen Besuch auf der spanischen Insel war nicht nur privates Vergnügen. Er wollte sich vor Ort eine Immobilie ansehen und hatte offenbar am selben Tag noch einen Besichtigungstermin (mehr News zu Promis in NRW bei RUHR24).

Seine Bitten stießen aber offenbar auf taube Ohren. Denn Roman Bürki und Marlen konnten nicht mit dem gebuchten Ticket fliegen. Auch eine Umbuchung auf spätere Flüge nach Palma de Mallorca habe nicht geklappt. Corona hält Bürki und seine Freundin wohl grundsätzlich nicht vom Fliegen ab. Marlen Valderrama-Alvaréz hat kürzlich wegen eines Luxusurlaubs während der Pandemie Kritik geerntet.

Ärger mit Eurowings: BVB-Spieler Roman Bürki bucht alternativ Privatjet

Kurzerhand entschied sich Roman Bürki am 3. Juli dazu, einen Privatjet zu chartern, um den Termin auf der Insel noch wahrnehmen zu können. Die Kosten für den Flug lagen laut den Ruhr Nachrichten bei knapp 21.000 Euro. Und die Summe hätte der BVB-Torwart jetzt wohl gerne von Eurowings zurück.

Die Anwälte des Profi-Spielers verweisen auf die europäische Fluggastrechteverordnung. Demnach müsse eine Airline dem Fluggast entweder den Flugpreis erstatten oder eine alternative Beförderung zum Reiseziel anbieten. Und zwar auch unter vergleichbaren Bedingungen. Je nach Fall bestehe sogar Anspruch auf Entschädigung.

Aber ist ein Privatjet eine angemessene beziehungsweise vergleiche Beförderung? Das klärt derzeit das Düsseldorfer Landgericht. Bürkis Anwälte betonen gegenüber RTL aber, dass „besondere Umstände, die erheblichen Mehrkosten gerechtfertigt haben.“ Der Fall wurde am Freitagvormitag (21. Mai) verhandelt.

Roman Bürki und Eurowings vor Gericht: Ergebnis kommt wohl erst im Juli

Roman Bürki hat sich allerdings durch seine Anwälte vertreten lassen. Wegen der aktuellen Corona-Bestimmungen konnte der BVB-Torwart, dessen Pläne für die kommende Saison offenbar feststehen, nicht anwesend sein. Wie die vorsitzende Richterin am Landgericht Düsseldorf Dr. Elisabeth Stöve gegenüber den Ruhr Nachrichten erklärte, soll Eurowings sich in der Verhandlung gegen die Vorwürfe gewehrt haben.

Video: Nach Mallorca-Ansturm: Bundesregierung ruft zum Verzicht auf Reisen auf

Die Fluggesellschaft behauptet, dass Roman Bürki und Marlen Valderrama-Alvaréz gar nicht am Gate waren, als die letzten beiden Plätze für den Flug ausgerufen wurden. Damit steht in dem Fall Aussage gegen Aussage.

Ein Ergebnis werde laut Stöve erst am 5. Juli und damit genau ein Jahr nach dem Vorfall bekannt gegeben. Die Verhandlung habe aber am Freitags bereits „eine interessante Wendung“ genommen.

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