Bild: Dortmund-Agentur/Nadja Lucas

Auf dem ehemaligen Industriegelände Phoenix West ist am Donnerstag (6. Dezember) ein einmaliges Projekt gestartet. Um Rettungskräfte zu entlasten und zu schützen, sollen ab sofort helfende Roboter entwickelt werden.

Das Projekt ist in Deutschland bisher einmalig: In Dortmund sollen in den nächsten vier Jahren Robotersysteme entstehen, die Rettungskräfte in gefährlichen Situationen ersetzen und schützen können.

Im Deutschen Rettungsrobotik-Zentrum (DRZ) auf dem ehemaligen Industriegelände Phoenix West arbeiten Forscher und Feuerwehr seit Donnerstag (6. Dezember) an der Entwicklung.

Einsatz in menschenfeindlicher Umgebung

Konkret geht es dabei um den Einsatz in menschenfeindlicher Umgebung. Das können gefährliche Umstände wie Feuer, Einsturz, Verschüttung oder Hochwasser sein. Auch wenn Gefahrstoffe entdeckt werden, sollen zukünftig Roboter übernehmen.

„Im Idealfall werden die entwickelten Roboter besonders gefährliche Aufgaben übernehmen, ohne dass Menschen sich in Gefahr bringen“, so Sabine ten Hagen-Knauer vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF).

„Living Lab“: Realistische Einsatzszenarien zum Testen

In einem „Living Lab“, also einem Labor mit angeschlossenem Versuchsgelände, wollen die Wissenschaftler die Roboter in einer realistischen Umgebung testen. Das ist der Kern des neuen Kompetenzzentrums auf dem ehemaligen Industriegelände.

Die Stadt Dortmund heißt das international bekannte Projekt mit offenen Armen willkommen. „Das Deutsche Rettungsrobotik-Zentrum (A-DRZ) ist eine weitere Glanzmarke in unserer Stadt“, so Norbert Dahmen, der Dezernent für Recht, Ordnung, Bürgerdienste und Feuerwehr.

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Das BMBF fördert das Kompetenzzentrum mit rund Zwölf Millionen Euro. Das Institut für Feuerwehr- und Rettungstechnologie der Dortmunder Feuerwehr übernimmt die Koordination. In zwei Jahren wollen die Forscher erste Ergebnisse vorstellen.