Dortmund mopst Duisburg das Riesenrad - So reagiert der Veranstalter

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Auf dem Platz von Leeds wird in diesem Jahr während des Weihnachtsmarkts ein Riesenrad stehen. Foto: Florian Forth/RUHR24

Dortmund/NRW - Das Weihnachtsmarkt-Chaos geht weiter: Das Riesenrad vom Weihnachtsmarkt in Duisburg steht dieses Jahr in Dortmund. Die Veranstalter sind nicht begeistert.

Die neue Attraktion auf dem Dortmunder Weihnachtsmarktsorgt schon jetzt für Stress: Anstelle des umstrittenen Ponyreitens haben die Veranstalter dieses Jahr das Riesenrad aus Duisburg organisiert. Die Neuigkeit sorgt nicht überall für Begeisterung.

Update, 17.22 Uhr: Auf Anfrage von Dortmund24 erklärt Duisburg Kontor, dass "mit Hochdruck" an einer Lösung für den Duisburger Weihnachtsmarkt gearbeitet werde.

Wie aus einem vertraulichen Dokument hervorgeht, hat Duisburg Kontor mittlerweile auch Kontakt zu den Veranstaltern des Dortmunder Weihnachtsmarkts aufgenommen und um eine gemeinsame Lösung gebeten.

Riesenrad-Betreiber sagt fünf Tage vorher ab

Ursprungsmeldung: Ruhig und besinnlich? Von wegen! Dieses Jahr scheinen die Veranstalter der Ruhrgebiets-Weihnachtsmärkte am Rad zu drehen: Herne will "uns Dortmundern" den größten Weihnachtsbaum streitig machen. Essen hat ein Loch im Baum.

Jetzt reiht sich auch Duisburg in das chaotische Treiben ein: Fünf Tage vor dem Start des Weihnachtsmarkts hat sich der Riesenrad-Betreiber per Telefon abgemeldet. Die Schausteller - eine Dortmunder Familie - bevorzugen dieses Jahr ihre Heimatstadt als Standort.

Duisburger Veranstalter ist nicht glücklich

Mit der plötzlichen Absage stellt der Riesenrad-Betreiber den Veranstalter "Duisburg Kontor" so kurz vor dem Start vor große Probleme. Denn die Attraktion galt viele Jahre lang als Wahrzeichen des beliebten Ruhrpott-Weihnachtsmarkts.

"Duisburg Kontor" will jetzt rechtliche Schritte prüfen, um den Schausteller zum Aufbau zu zwingen. Laut einer Pressemitteilung "verstößt er gegen den bereits seit dem Sommer bestehenden Vertrag".

Parallel dazu wird deutschlandweit nach einem Ersatzrad gesucht. Circa zwei Millionen Gäste besuchen jährlich den Duisburger Weihnachtsmarkt.

Dortmund will sich aus Diskussion raushalten

In Dortmund ersetzt das Riesenrad das bereits seit Jahren umstrittene Ponyreiten. Laut der Weihnachtsmarkt-Geschäftsführerin Verena Winkelhaus sei der Veranstalter unter dem psychischen Druck eingeknickt.

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"Wir mussten dann natürlich einen adäquaten Ersatz finden", so Winkelhaus. Aus den Streitigkeiten zwischen dem Schausteller und "Duisburg Kontor" möchte sie sich aber raushalten: "Das ist eine Sache zwischen dem Duisburger Weihnachtsmarkt und dem Schausteller."