Revierpark Wischlingen geht das Geld aus - zahlen fürs Parken steht im Raum

Das Solebad im Revierpark Wischlingen. Foto: Daniele Giustolisi/RUHR24
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Das Solebad im Revierpark Wischlingen. Foto: Daniele Giustolisi/RUHR24

Dortmund/NRW - Dem Revierpark Wischlingen geht es finanziell nicht so gut. Die Stadt will in die Bresche springen. Doch vom VRR kommt ein ziemlich seltsamer Vorschlag.

Die wirtschaftliche Lage im Revierpark Wischlingen ist seit vielen Jahren angespannt. Das Management ist dringend auf mehr öffentliche Gelder angewiesen, wenn der Park mit all seinen Angeboten überleben soll.

Der Revierpark Wischlingen ist bekannt für seine vielen Freizeitangebote: Das Solebad, die Eishalle oder die zuletzt vielen Festivals locken pro Jahr viele Tausende Besucher in den Westen Dortmunds.

Was viele nicht wissen: Finanziell geht es dem Park momentan nicht so gut. Als Grund gibt das Management die seit 30 Jahren nicht gestiegenen öffentlichen Zuschüsse an. 476.000 Euro gibt es pro Jahr von Seiten der Stadt sowie aus dem Topf des Regionalverbandes Ruhr (RVR). Doch das Geld reicht nicht mehr aus, um den Betrieb aufrecht zu erhalten.

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Kosten im Revierpark Wischlingen sind gestiegen

Denn inzwischen hätten sich laut Revierpark-Management die Personal- und Energiekosten des Revierpark Wischlingen um einiges erhöht. Diese Kosten machen 75 Prozent der Gesamtkosten aus. Doch auch wenn es der Geschäftsführung des Parks in den letzten acht Jahren gelungen ist, dennoch schwarze Zahlen zu schreiben, drohen schon im kommenden Jahr Verluste.

250.000 Euro jährlich kann der Park nicht mehr aus eigener Kraft stämmen, heißt es in einer Vorlage an den Rat der Stadt.

Management sorgte für Mehreinnahmen

Bislang konnten Preiserhöhungen für verschiedene Einrichtungen im Park, Fremdverpachtungen (Fitnessstudio, Kletterwald) und Investitionen in Solebad oder Eishalle Mehreinnahmen generieren. Eine weitere Preiserhöhung im Solebad hält das Park-Management aktuell für "nicht haltbar."

Außerdem gab es für Sanierungsmaßnahmen in den Jahren 2015 und 2016 Sonderzuschüsse von der Stadt. Der zweite Gesellschafter des Parks, der RVR, gab nichts an finanziellen Mitteln dazu.

Stadt will Gelder erhöhen

Die Stadt Dortmund hat jetzt signalisiert, ihren jährlich festgelegten Zuschuss um 250.000 Euro zu erhöhen.

Der RVR dagegen will keine weiteren Gelder fließen lassen, sieht laut Chefin Karola Geiß-Netthöfel keine Brisanz in der wirtschaftlichen Lage. Sie schlägt stattdessen vor, Zuschüsse vorzeitig zu zahlen, um die Liquidität des Parks ausrecht zu erhalten. Ein weiter Tipp des RVR an den Revierpark: die kostenlosen Parkplätze in kostenpflichtige verwandeln.

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Außerdem empfiehlt der RVR dem Revierpark sich der Freizeitgesellschaft Metropole Ruhr anzuschließen, um höhere Zuschüsse zu generieren. In der seit Juli bestehenden GmbH sind die Revierparks Mattlerbusch (Duisburg), Vonderort (Oberhausen/Bottrop) und Nienhausen (Essen/Gelsenkirchen) sowie die Freizeitzentrum Kemnade GmbH (Bochum/Witten/Ennepe-Ruhr-Kreis) zusammengeführt. Die GmbH will die Angebote der einzelnen Einrichtungen besser aufeinander abzustimmen und diese aktiv vermarkten.