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Dorstfeld gilt als „Hochburg“ der rechtsradikalen Szene in NRW. NRW-Innenminister Herbert Reul will am Freitag mit einer Aktion am Wilhelmplatz klare Kante zeigen.

Am Freitag (14. Dezember) kommt Innenminister Herbert Reul um 15 Uhr zum Wilhelmplatz nach Dorstfeld, um eine Kampagne gegen Rechtsextremismus vorzustellen.

Konkret geht es um Plakatmotive des Rechtsextremismus-Aussteigerprogramms „Spurwechsel“.

Reul setzt Zeichen gegen Rechtsextreme Szene

Mit seinem Besuch in Dorstfeld begibt sich Reul in das „Epizentrum“ der Dortmunder Rechtsextremen-Szene. Die Gruppe beansprucht Teile des Viertels für sich, unter anderem die Emscherstraße. Dabei ist der harte Kern der Szene kaum größer als 30 bis 50 Mann stark.

Mit diesen Plakaten will das Innenministerium in NRW auf die Aufsteigerprogramm aufmerksam machen. Foto: Innenministerium NRW
Mit diesen Plakaten will das Innenministerium in NRW auf die Aufsteigerprogramm aufmerksam machen. Foto: Innenministerium NRW

Bei dem Vor-Ort-Termin in dem Dortmunder Stadtteil, der als einer der Hochburgen der rechtsextremen Szene in Nordrhein-Westfalen gilt, wird der Minister auch über Möglichkeiten zum Ausstieg aus dem Rechtsextremismus sprechen.

Innenministerium hat Kampagne gestartet

Die Plakat-Kampagne kommt vom NRW-Verfassungsschutz und wurde am Freitag (2. November) präsentiert. „Die Aktion richtet sich nicht nur an unmittelbar Betroffene. Wir wollen mit ihr ein flächendeckendes Bewusstsein schaffen“, sagte NRW-Inneminister Herbert Reul bei der Präsentation in Düsseldorf.

NRW-Innenminister Herbert Reul. Foto: dpa
NRW-Innenminister Herbert Reul kommt nach Dorstfeld. Foto: dpa

Landesweit wurden 15 Motive zu, Rechtsextremismus-Aussteigerprogramm „Spurwechsel“, zum Salafismus-Präventionsprogramm „Wegweiser“ sowie dem Aussteigerprogramm Islamismus (API) entworfen.

„Wir wollen mit den Plakaten für Aufmerksamkeit sorgen. Die Programme verfolgen das Ziel, junge Menschen am Beginn einer möglichen Radikalisierung aufzufangen oder Ausstiegswillige auf ihrem Weg zurück in die demokratische Gesellschaft zu begleiten. Doch dafür müssen die Betroffenen unser Angebot kennen“, erklärte Reul.

Schriftarten sorgen für Irritation

Die Plakate sollen vor allem durch ihre offenen Frageslogans das Interesse der Öffentlichkeit wecken. Zusätzlich sorgen die Schriftarten für Irritation. Während das Plakat gegen den Salafismus durch arabisch aussehende Schrift auffällt, zeigt das Plakat mit Fokus auf den Rechtsextremismus altdeutsche Schrift.

Info: Aussteigerprogramme wie „Spurwechsel“ sind Kernelemente der Extremismus-Prävention. Sie ermöglichen Angehörigen extremistischer Szenen eine Rückkehr in die demokratische Gesellschaft und eine oftmals langjährige Begleitung dieses Weges. Hier gibt es mehr Infos zum Programm.