Bild: YouTube Screenshot / Jensen & Monti

Das Rap-Duo „Jensen & Monti“ aus Dortmund setzt ein Zeichen gegen Gewalt gegenüber Rettungskräften: Die beiden Polizisten veröffentlichten den Song „Respekt“.

„Stellt euch doch die Frage: Wenn wir sie nicht hätten, wer würde uns dann helfen? Sind wir noch zu retten?“, fragen Jensen und Monti in ihrem neuen Song. Die beiden Polizisten kritisieren, dass immer mehr Sanitäter, Polizeibeamte und Feuerwehrleute bei ihrem Einsatz angegriffen werden. Der Respekt, so rappen sie in ihrem Song, würde fehlen.

Jensen und Monti lernten sich bei der Leitstelle kennen

Jensen & Monti heißen eigentlich Jens Schauer und Daniel Montrone und arbeiten bei der Dortmunder Polizei. Dort, bei der Leitstelle, haben sie sich auch kennengelernt. Schnell stellten sie fest, dass sie beide eine Leidenschaft für Hip-Hop teilen und fingen schließlich in ihrer Freizeit an, ein eigenes Album zu produzieren.

„Respekt“ könnte der bisher größte Erfolg des Duos sein. Das YouTube-Video von Jensen & Monti ist jetzt schon das mit den meisten Aufrufen auf ihrem Kanal. „Es darf nicht sein, dass unsere Helfer selbst zu Zielscheiben werden – wir sollten dankbar sein, statt ihnen die Arbeit zu erschweren“, fordern die beiden Polizisten in ihrem Song.

„Musik ist ein cooles Medium, um darauf aufmerksam zu machen. Das Thema ist eine gute Möglichkeit, um zu zeigen, dass Hip-Hop mehr kann als das, was aktuell im Radio läuft“, erzählt Daniel Montrone.

Klinikum Bielefeld: „Coole Sache!“

Unterstützung für den Song kam bereits vom Klinikum in Bielefeld. „Coole Sache! Das können wir nur teilen: RESPEKT, ein starkes Lief für ein wichtiges Thema“, schreibt das Klinikum auf Twitter.

Auch hier im Ruhrgebiet werden Einsatzkräfte immer wieder Opfer von Gewalt. Erst vor einem Monat attackierte ein Jugendlicher im Rettungswagen am Dortmunder Hauptbahnhof mehrere Sanitäter und verletzte einen von ihnen am Kopf.

Ende März attackierte und beleidigte ein Bochumer Sanitäter bei einem Notfall, weil der Rettungswagen ihm den Weg versperrte. Zu einem ähnlichen Fall kam es im Juli, als ein Autofahrer einen Sanitäter kurzzeitig an der Fahrt ins Krankenhaus hinderte.

Und im Januar wurde ein Polizist in Gelsenkirchen schwer verletzt, als die Beamten randalierende Jugendliche am Hauptbahnhof stoppten.