Rund 30 Filialen machen dicht

Nach Real-Verkauf: Mitarbeiter behalten Jobs - doch was wird aus dem Standort in Dortmund?

Die Metro AG hat die Supermarktkette Real verkauft.
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Die Metro AG hat die Supermarktkette Real verkauft.

Für insgesamt 34.000 Mitarbeiter von Real sind noch zahlreiche Fragen offen. Sie können ihre Jobs vorerst behalten. Doch wie geht es in Dortmund weiter?

  • Die Metro-Gruppe hat die Supermarktkette Real im Februar verkauft.
  • Von der Übernahme durch den Finanzinvestor SCP sind deutschlandweit 276 Filialen betroffen.
  • Die 34.000 Mitarbeiter sollen ihre Jobs vorerst behalten können.

Dortmund/NRW - Es hatte sich bereits lange angebahnt, am 19. Februar war es dann schließlich so weit: Die Metro AG hat die Supermarktkette Real an den Finanzinvestor SCP verkauft. Wie es nun mit den rund 34.000 Real-Mitarbeitern weitergehen sollte, war zunächst nicht geklärt. Verdi-Gewerkschafterin Stefanie Nutzenberger sprach gegenüber der Deutschen Presse-Agentur (dpa) von einem "bitteren Tag für die Real-Beschäftigten".

Nach Verkauf von Real: 34.000 Beschäftigte können ihre Jobs zunächst behalten

Gleichzeitig warnte sie vor der möglichen Vernichtung von rund 10.000 Arbeitsplätzen. Aber nach Wochen des Bangens können die Angestellten nun offenbar aufatmen: "Alle 34.000 Mitarbeiter sollen laut Metro von der SCP Group einschließlich ihrer tariflichen Vereinbarungen übernommen werden", so Utz Kowalewski, Fraktionssprecher der Dortmunder Linken,in einer aktuellen Pressemitteilung.

Das sei zunächst einmal eine gute Nachricht für die Beschäftigten - auch für die in Dortmund. Immerhin stehen am Standort Dortmund drei der insgesamt 18 Real-Filialen in Nordrhein-Westfalen. Für Unsicherheit sorgt allerdings weiterhin die Frage, welche Real-Geschäfte auch langfristig weiter betrieben werden. Nur rund 50 der 276 Filialen in Deutschland sollen auch unter der Real-Dachmarke für mindestens zwei weitere Jahre erhalten bleiben.

Nach Verkauf von Real: Zukunft des Standorts in Dortmund ist ungewiss

"Ob der Standort Dortmund auch dabei ist, dazu liegt uns weiterhin kein Hinweis vor", so Kowalewski. Zum Hintergrund: Aufgrund des geplanten Verkaufs der deutschen Real-Märkte hatten die Ratsfraktionen SPD, Grüne und die Linke & Piraten im Dezember 2019 eine gemeinsame Resolution verabschiedet, die sich mit den Dortmunder Beschäftigten der Supermarktkette solidarisiert.

Video: Eine Ära endet: "Real" wurde verkauft - 10.000 Beschäftigte bangen

Immerhin sollen die meisten Filialen von Real an andere Einzelhandelsunternehmen weiterverkauft werden. Rund 30 Filialen stehen aber vor der Schließung. Im Falle späterer betriebsbedingter Kündigungen durch neue Inhaber einzelner Filialen seien entsprechende Abfindungsregelungen mit dem Gesamtbetriebsrat von Real vereinbart worden.

Die Linke Dortmund: "Weiterhin große Unsicherheit für die Real-Mitarbeiter"

Trotzdem bestehe für die Mitarbeiter des Konzerns weiterhin eine große Unsicherheit und diese sei nach wie vor "ausgesprochen unbefriedigend", erklärt der Linken-Fraktionssprecher.