So reagiert die SPD Dortmund auf den Rücktritt von Marco Bülow

Der SPD-Bundestagsabgeordnete Marco Bülow gibt auf einer Pressekonferenz seinen austritt aus der Partei bekannt. Foto: dpa
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Der SPD-Bundestagsabgeordnete Marco Bülow gibt auf einer Pressekonferenz seinen austritt aus der Partei bekannt. Foto: dpa

Dortmund/NRW - Marco Bülow tritt aus der SPD aus. Der Politiker möchte aber auch ohne die Partei ein Mitglied des deutschen Bundestages bleiben.

Der Dortmunder Bundestagsabgeordnete Marco Bülow tritt aus der SPD aus. Der Politiker möchte aber auch ohne die Partei ein Mitglied des deutschen Bundestages bleiben.

Update (27. November, 16.40 Uhr): Der Dortmunder CDU Kreisvorsitzende Steffen Kanitz fordert Bülow dazu auf, auch sein Bundestagsmandat niederzulegen.

"Kein Abgeordneter sitzt allein aufgrund seiner einnehmenden Persönlichkeit im Bundestag, sondern weil eine Partei ihn aufgestellt hat, die von den Wählerinnen und Wählern gewählt wird" heißt es von Seiten des Politikers.

Und er meint weiter: "Wenn er also nun seine Partei aufgrund unüberbrückbarer Differenzen verlässt, muss er konsequenterweise auch sein Mandat zurückgeben".

Update (27. November, 11.11 Uhr): Marco Bülow äußerte sich nun öffentlich zu seinem Rücktritt und findet emotionale Worte. "Ich tue dies nach reiflicher Überlegung, ohne Häme, aber ernüchtert und auch traurig." Der Dortmunder war 26 Jahre lang Mitglied in der SPD.

So reagiert die SPD Dortmund auf den Rücktritt

Zudem versucht er, versöhnende Worte mit der Partei zu finden. "Meine wichtigste Feststellung dabei ist: Auch außerhalb der SPD – ich bin und bleibe Sozialdemokrat." Laut den Ruhr Nachrichten sind auch die Sozialdemokraten enttäuscht von seinem Austritt. Doch sie erwarten nun, dass er auch nicht mehr als Abgeordneter im Bundestag arbeiten soll.

Ursprungstext (27. November, 7 Uhr): Laut dem Tagesspiegel teilte er seine Entscheidung am Montag (26. November) dem SPD-Unterbezirk mit. Trotzdem möchte er weiter als Abgeordneter im Bundestag arbeiten. Am Dienstag Vormittag (27. November) soll es beim Bundestagsbüro daher eine Pressekonferenz geben.

Marco Bülow: Austritt aus der SPD für viele nicht überraschend

Seit 2002 sitzt Bülow im deutschen Bundestag. Dass er seine Partei nun verlässt, kommt für viele nicht überraschend. Bülow soll sich laut dem Tagesspiegel politisch immer mehr auf die linke Seite gestellt haben und gegen die Linie der SPD verstoßen haben. Deshalb soll er als dort als Einzelgänger gelten.

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Zudem ist Marco Bülow Mitgründer der "Progressiven Plattform". Der Zusammenschluss soll nach eigenen Angaben die soziale Demokratie von innen und außen erneuern. Damit wollte er gegen soziale Ungleichheit kämpfen und der SPD einen neuen Anstrich verleihen.