Ratten in Dortmund: Stadt ruft zur Bekämpfung der Plage auf

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Eine Ratte flitzt über die Straße. Foto: Bernd/dpa

Dortmund/NRW - Ratten leben am liebsten in Städten, ganz nah beim Menschen. Damit es nicht zu viele werden, ruft Dortmund jetzt zu einer gemeinsamen Bekämpfungsaktion auf.

Sie flitzen nachts über die Straße und hinterlassen zerfezte Müllsäcke in Kellern und Hauseinfahrten: Ratten leben überall, vor allem aber in Städten und am liebsten ganz nah beim Menschen. Um den Rattenbefall in Dortmund einzudämmen, ruft die Stadt zu einer gemeinsamen Bekämpfungsaktion im Februar auf.

Sie gelten als Schädling und Krankheitsüberträger. Dabei besiedeln sie so gut wie jede Nische, in denen sie ihren Nachwuchs aufziehen und Futter finden können. Jede Art von Lebensraum ist ihnen dabei recht. In der Nähe von Menschen fühlen sich Ratten aber besonders wohl.

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Vom 14. bis zum 28. Februar will es die Stadt Dortmund den Plagegeistern ungemütlich machen - und ruft zu einer gemeinsamen Bekämpfungsaktion auf.

Ratten habe viel Nachwuchs

Ratten zeichnen sich durch ihre hohe Fortpflanzungsrate aus - besonders dann, wenn es ihnen gut geht. Das ist der Fall, wenn sie genügend sichere Schlupfwinkel finden und das Nahrungsangebot groß ist.

Eigentümer von Grundstücken - oder diejenigen die für die Instandhaltung von Grundstücken verantwortlich sind - sind dazu verpflichtet, Ratten immer wieder zu bekämpfen. Die Stadt ruft außerdem einmal im Jahr zu einer gemeinsamen Bekämpfungsaktion auf.

Dabei kann jeder, der zur Rattenbekämpfung verpflichtet ist, selbst entscheiden, wie er vorgeht. Ob man eine Schädlingsbekämpfungsfirma beauftragt, oder sich jeder selbst mit Rattenbekämpfungsmitteln eindeckt, ist am Ende egal.

Gift gehört nicht auf Spielplätze

Sollte bei der Rattenbekämpfung Gift zum Einsatz kommen, müssen wichtige Sicherheitsvorkehrungen getroffen werden - Insbesondere um Kinder zu schützen.

Auf Spielplätzen und in der näheren Umgebung sollte kein Gift ausgelegt werden. Für Haustierbesitzer gilt: Auf Hunde und Katzen während der Rattenbekämpfung besonders achten!

Außerdem sollten Giftköder an Stellen liegen, wo Ratten sie zwar erreichen, Kinder, andere Wildtiere oder auch Haustiere aber nicht.

Desweiteren sollten Hinweisschilder aufgehängt werden die über den Gifteinsatz informieren. In einigen Stadtteilen macht es sinn, diese Schilder auch in verschiedenen Sprachen auszuhängen.

Ratten von Anfang an fern halten

Als vorbeugende Maßnahme empfiehlt das Ordungsamt daher, Grundstücke in einem "guten Zustand zu erhalten." Heißt: Keinen Abfall im Außenbereich lagern, Speisereste nicht in der Toilette runterspülen und Fleisch- oder Knochenreste nicht auf dem Kompost entsorgen.

Als Schlupfwinkel dienen Ratten nicht nur Unrat, auch dicht wuchernde Sträucher im Garten sind beliebt. Regelmäßiges zurückschneiden hilft auch hier.

Hühner, Kaninchen, Schafe, Pferde - alle Tiere, die im Freien gehalten - und auch da gefüttert werden - locken ebenfalls Ratten an. Aber auch eine übertriebene Fütterung von Wildtieren im Winter lockt Ratten an.

Vor rund drei Jahren gaben Schätzungen der Stadtentwässerung Dortmund laut RP Online an, dass in Dortmund auf jeden Einwohner sechs Ratten kommen. Obwohl es in Dortmund demnach etwa 3,6 Millionen Ratten geben muss, begegnet man ihnen selten. Wenn dann aber meisten morgens, abends oder wenn sich nachts die Straßen leeren. Denn die Tiere sind dämmerungs- und nachtaktiv.

Hinweisschilder bei Einsatz von Rattengift

Hinweisschilder werden ab sofort im Ordnungsamt kostenlos ausgeteilt. Zimmer G 341 Olpe 1 44122 Dortmund