Gegen Raser und Poser

Kampf gegen Raser: Harte Maßnahme soll Wall in Dortmund unattraktiv machen

Eine junge Raserin hat auf dem Wall in Dortmund Fußgänger gefährdet.
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Der Dortmunder Wall ist bei Autorasern beliebt. Deshalb führte die Polizei dort erneut eine Kontrolle durch.

Die Polizei in Dortmund ging erneut gegen die Raser- und Autotuning-Szene in Dortmund vor und hat sich dabei was Besonderes einfallen lassen.

Dortmund – Die Polizei in Dortmund gibt nicht auf. Mit kontinuierlichen Schwerpunktkontrollen will sie der illegalen Raser-Szene den Kampf ansagen und die Platzhirsche auf vier Rädern aus der Innenstadt vertreiben. In der Nacht auf Sonntag (18. Oktober) war es mal wieder so weit.

Polizei Dortmund im Kampf gegen Raser-Szene

Um 23 Uhr am Samstagabend (17. Oktober) startete die Verkehrskontrolle. Die erste Maßnahme der Polizei war eine restriktive Sperre. Diese führte dazu, dass die potenziellen Raser vom Dortmunder Südwall kommend nicht auf den Ostwall fahren konnten, sondern auf die Ruhrallee abbiegen mussten.

Hinter der Sperre am Ostwall richtete die Polizei eine Kontrollstelle ein. Das führte dazu, dass gegen ein Uhr in der Nacht wohl deutlich weniger Autos unterwegs waren. Auch am Phoenixsee in Hörde, der als angesagter Treffpunkt der Auto-Szene gilt, hatte es Straßensperren gegeben.

Polizei Dortmund sperrt Wallbereich, um Raser zu stoppen

Der Wallbereich ist bei den Rasern ebenso beliebt, wie bei der Polizei bekannt. Der Schwerpunkteinsatz am Wochenende war daher nicht der erste auf der Strecke. Zu Beginn des Jahres unternahm die Polizei bereits dahingehend einen ersten drastischen Schritt. Es wurden Betonelemente auf der Fahrbahn angebracht, wodurch die Spur verengt wurde und die Autofahrer langsam fahren mussten.

Die Elemente wurden inzwischen wieder abgebaut und die störenden Autofahrer sind wieder aufgetaucht. Stark motorisierte Fahrzeuge, laute Auspuffanlagen und Hupkonzerte seien für massive Lärmbelästigungen verantwortlich, was immer wieder zu Beschwerden von Anwohnern führt, so die Polizei Dortmund.

Polizei Dortmund: 86 Autofahrer der Innenstadt verwiesen

Außerdem sei das „das unnütze Hin- und Herfahren innerhalb geschlossener Ortschaften verboten, wenn andere Personen z.B. durch Motorenlärm belästigt werden. So steht es in der Straßenverkehrsordnung.“ Ein Grund für die Polizei in Dortmund erneut gegen die Raser- und Autotuninig-Szene vorzugehen.

Die Betonelemente auf dem Ostwall waren eine Maßnahme gegen die Raser in Dortmund. Sie wurden allerdings wieder abgebaut.

Insgesamt 86 Autofahrern erteilte die Polizei in der Nacht auf Sonntag in der Dortmunder Innenstadt Platzverweise. Laut Angaben der Kontrolleure hatten einige von ihnen auf dem Wall mit ihren Autos Gruppen gebildet und seien sinnlos umhergefahren. Andere wiederum hatten versucht die Absperrungen auf dem Wall zur Seite zu räumen. Auch sie mussten den Innenstadt-Bereich verlassen.

Dortmund: Wall nicht die einzige „Raser-Strecke“

Mit der Schwerpunktkontrolle und den Sperrungen will die Polizei der Dortmund Raser- und Poser-Szene den Aufenthalt und das Fahren auf dem Wall so unattraktiv wie möglich zu machen. Doch der Wall ist nicht die einzige Problem-Stelle im Autoverkehr in Dortmund. Zuletzt wurde bei einer Tempo-Kontrolle in Asseln erschreckendes festgestellt. Von den 1.624 gemessenen Fahrzeugen waren 234 zu schnell unterwegs. Das Schockierende: Unweit der Messstelle befindet sich eine Kindertagesstätte.

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