In der Innenstadt

Dortmund: Polizei ergreift bei „Querdenker“-Demo ungewöhnliche Maßnahme

Es waren zu viele und sie verstießen teils gegen die Auflagen. „Querdenker“ haben mit ihrem Protest gegen Corona-Maßnahmen erneut die Polizei in Dortmund beschäftigt.

Dortmund – Die Montags-Demonstrationen der sogenannten „Querdenker“ haben die Polizei Dortmund am Montagabend (17. Januar) zu einem eher unkonventionellen Schritt gezwungen.

7-Tage-Inzidenz Dortmund762,5 (Stand: 18. Januar)
Aktuell infizierte Personen9900
Bislang von Corona genesene Personen45.100

Dortmund: „Querdenker“-Demo gegen Corona-Maßnahmen muss von Polizei in zwei Teilte geteilt werden

Wie die Polizei Dortmund berichtet, habe ein Aufzug der Corona-Maßnahmen-Kritiker in der Spitze mehr als 1000 Teilnehmer erreicht, Augenzeugen berichten sogar von bis zu 1400 Teilnehmern – zu viele. Denn ab 750 Teilnehmern gilt in NRW seit dem 13. Januar eine besondere Corona-Regel. Großveranstaltungen dürfen nur bis zu einer Obergrenze von 750 Menschen stattfinden.

In der Folge kam es zwischen der Polizei und den „Querdenkern“ auf Höhe des U-Turms zu einem Kompromiss: Der Aufzug wurde zweigeteilt. Augenzeugen berichten, die Lösungsfindung hätte eine Stunde in Anspruch genommen.

„Querdenker“ sind am Montag wieder in Dortmund auf die Straße gegangen und haben gegen Corona-Maßnahmen demonstriert.

Zuvor hatten die „Querdenker“ sich selbst gefeiert, als sie davon erfuhren, dass sie mehr als 1000 Teilnehmer waren. Zuletzt war nur gut die Hälfte davon auf die Straße gegangen.

Anti-Corona-Maßnahmen-Demo in Dortmund legt Verkehr auf dem Wall lahm

Während der hintere Teil des Aufzugs schließlich zurück zum Hansaplatz ging, wo die Demo ursprünglich gestartet war, durfte der vordere Teil weiter auf dem Wall gegen Corona-Maßnahmen demonstrieren, bis die Veranstaltung gegen 20.45 Uhr auf dem Friedensplatz endete. Zuvor war es auf dem Wall zu Staus und Hupkonzerten erboster Verkehrsteilnehmer gekommen.

Laut Polizei ist es während der „Querdenker“-Demo zu 25 Verstößen gegen die Coronaschutzverordnung gekommen. „Eine Person davon weigerte sich auszuweisen. Die Beamten nahmen ihn zur Identitätsfeststellung in Gewahrsam. Weitere vier Personen erhielten einen Platzverweis“, so die Polizei in einer Mitteilung.

Corona-Maßnahmen in der Kritik: Auch Rechtsextreme unter „Querdenkern“ in Dortmund

Wie auch schon bei den vergangenen Demos der „Querdenker“ in Dortmund sollen sich auch dieses Mal wieder Rechtsextreme unter den Teilnehmern befunden haben. Einer der Rechtsextremisten habe dabei einen Polizeibeamten beleidigt, wie es in dem Bericht der Polizei heißt. Eine Strafanzeige wurde geschrieben.

Rubriklistenbild: © Markus Wüllner/News4Videoline