BVB gegen Kopenhagen

BVB-Spiel gegen Kopenhagen: Polizei geht gegen Fan-Chaoten vor

Der BVB ist souverän in die Champions-League-Saison gestartet. Die Polizei Dortmund hatte beim Auftakt gegen den FC Kopenhagen viel zu tun.

Update, Mittwoch (7. September), 20:32 Uhr: Dortmund Nach Angaben der Polizei sollen bislang 44 Ermittlungsverfahren eingeleitet worden sein – 27 davon wegen des massiven Abbrennens von Pyrotechnik durch beide Parteien. Durch die Pyrotechnik sollen sowohl eine unbeteiligte Stadionbesucherin als auch eine Polizeibeamtin leicht verletzt worden sein. Schwerwiegendere Auseinandersetzungen konnten allerdings verhindert werden. Die Polizei wolle nun das Videomaterial auswerten.

Insgesamt sollen die Beamten im Rahmen des Einsatzes zwei Männer in Gewahrsam genommen haben. Außerdem sollen eingesetzte Beamten mehrere Strafanzeigen eingeleitet haben. Neben den 27 Stück wegen des Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz sollen zusätzlich zwölf Menschen wegen Körperverletzungsdelikten, drei wegen Landfriedensbruch, einer wegen tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte und ein weitere aufgrund von Sachbeschädigung angezeigt worden sein.

SpielBorussia Dortmund gegen FC Kopenhagen
Anstoß6. September, 18.45 Uhr
StadionSignal Iduna Park, Dortmund

Hochrisiko-Spiel zwischen BVB und FC Kopenhagen: Polizei Dortmund zieht Bilanz

Update, Mittwoch (7. September), 9.21 Uhr: Dortmund – Auch nach dem Abpfiff der Champions-League-Partie zwischen Borussia Dortmund und dem FC Kopenhagen (3:0) hatte die Polizei in Dortmund viel zu tun. Das geht aus der vorläufigen Einsatzbilanz der Beamten hervor.

Beide Fanlager zündeten im Stadion Pyrotechnik.

Die Anreise zum Stadion sei – von einzelnen Pyrotechnik-Verstößen abgesehen – weitgehend störungsfrei verlaufen. Im Stadion selbst wurde es dann brisanter. Schon vor dem Anpfiff hätten sowohl BVB- als auch Kopenhagen-Fans Pyrotechnik abgebrannt und vereinzelt geworfen, berichtet die Dortmunder Polizei.

Vor dem Gästeblock seien zudem mehrfach Reizgas und Schlagstöcke eingesetzt worden, um Auseinandersetzungen zwischen Heim- und Gästefans zu verhindern, die sich gegenseitig mit Pyrotechnik beworfen hätten. Während des Spiels brannte weitere Pyro in beiden Fankurven.

Nach Abpfiff: Polizei verhindert Auseinandersetzung zwischen BVB-, Bröndby- und Kopenhagen-Fans

Heikel wurde es zudem bei der Abreise nach dem Spiel. Neben weiteren Pyrotechnik-Verstößen mussten die Beamten auf Parkplätzen unweit des Stadions ein Aufeinandertreffen gegnerischer Fangruppierungen verhindern. Nach RUHR24-Informationen zogen rund 200 BVB- und Bröndby-Fans über die Ardeystraße und wollten die abreisenden Kopenhagen-Fans konfrontieren.

Aus dem Kopenhagen-Block wurde Pyrotechnik auf BVB-Fans gefeuert.

Die Polizei setzte in diesem Zusammenhang erneut Reizgas und Schlagstöcke ein, eine Eskalation konnte so wohl verhindert werden. Insgesamt leiteten die Beamten etliche Strafverfahren wegen Verstößen gegen das Sprengstoffgesetz, Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte und Körperverletzung ein. Zudem würden nun Videoaufnahmen aus dem Stadion ausgewertet. Zwei Männer seien bereits während des Spiels festgenommen worden.

Update, Dienstag (6. September), 18.08 Uhr: Die Lage vor dem BVB-Spiel gegen den FC Kopenhagen spitzt sich weiter zu. Die Gäste-Fans sind inzwischen im Stadion angekommen und halten die Polizei kräftig auf Trab. Immer wieder fliegen Feuerwerkskörper und Pyrotechnik in die umliegenden Blöcke. Im Stadion selbst kam es darüber hinaus zu wilden Jagdszenen mit der Polizei.

Fans, die in der Nähe des Gästeblocks sitzen, wurde vonseiten des BVB angeboten, andere Plätze zu nutzen. Die Stimmung im Stadion wirkt sehr angespannt.

Erstmeldung, Dienstag (6. September), 12.16 Uhr: Am Dienstag (6. September) startet Borussia Dortmund in die neue Champions League-Saison. Los geht es mit einem Heimspiel gegen den FC Kopenhagen. Bereits am Vorabend musste die Polizei bei einer größeren Schlägerei zwischen Ultra-Gruppierungen in der Innenstadt eingreifen.

Fans von BVB-Gegner prügeln sich mit rivalisierenden Ultra-Gruppen

Die Ultras des BVB haben eine intensive Fanfreundschaft zu den Ultras des dänischen Vereins Bröndby IF aus Kopenhagen. Diese wiederum sind mit den Ultra-Gruppierungen des FC Kopenhagen, Dortmunds Gegner, verfeindet. In der Innenstadt kam es jetzt im Vorfeld des Champions League-Spiels zu einer größeren Prügelei zwischen den Fans der drei Vereine.

Nach Polizeiangaben befand sich am Montagabend (5. September) gegen 19.30 Uhr eine Gruppe der Ultras des BVB und von Bröndby in der Dortmunder City. 50 bis 70 Personen seien am Alten Markt vor Ort gewesen. Zeugenaussagen zufolge soll es gegen 20.20 Uhr dann zu einer Randale zwischen der Gruppe und Fans des BVB-Gegners FC Kopenhagen gekommen sein.

Mehrere Personen treten in Dortmunder Innenstadt auf Mann ein

Ein Video, welches auf Twitter kursiert, zeigt wie mehrere Personen auf einen Mann eintreten. Die Szene spielt sich am Alten Markt zwischen den Restaurants ab. Wie die Polizei berichtet, verlagerte sich die Prügelei zwischen den Ultras im weiteren Verlauf auf die Kampstraße.

Als die Polizei in der Innenstadt eintraf, flüchteten alle Beteiligten der Randale in verschiedene Richtungen. Im Laufe des Montagabends war die Polizei verstärkt in der Dortmunder City im Einsatz. So konnten neue Randalen verhindert werden. Im Zuge der Prügelei sind laut Polizei zwei leicht verletzte Personen bekannt. Strafanzeigen seien bereits gefertigt worden, die Ermittlungen dauern noch an.

Ultras aus Dänemark werden bei Champions League in BVB-Block erwartet

Zwischen den Ultra-Gruppen von Bröndby IF und dem FC Kopenhagen gibt es in Dänemark regelmäßig heftige Auseinandersetzungen. Beim Champions League-Spiel zwischen Borussia Dortmund und dem FC Kopenhagen werden auch Fans von Bröndby im BVB-Fanblock erwartet. Gut möglich also, dass es auch im Umfeld des Spiels wieder zu Randalen kommt (mehr News aus Dortmund bei RUHR24).

Rubriklistenbild: © Marco Steinbrenner/Kirchner-Media