Mit Tempo 160 durch Dortmund: Polizei stoppt mehrere illegale Autorennen in der City

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Der Königswall in Dortmund mit Blick auf den U-Turm. Foto: Daniele Giustolisi/RUHR24

Dortmund/NRW - Die Polizei in Dortmund hat am Wochenende wieder mehrere illegale Autorennen auf dem Wall gestoppt. Aber nicht nur da waren die Raser unterwegs.

Die Polizei in Dortmund hat am Wochenende wieder mehrere illegale Autorennen auf dem Wall gestoppt. Aber nicht nur dort waren die Raser unterwegs.

  • Jugendliche waren mit bis zu 160 km/h auf dem Wall unterwegs und lieferten sich ein Rennen.
  • In der Brackeler Straße hatte ein Mann zu heftig aufs Gaspedal gedrückt und das zulässige Tempo deutlich überschritten.

Auf dem Wall in Dortmund sind normalerweise 50 km/h erlaubt. Am Wochenende staunte die Polizei nicht schlecht, als sie einen Raser mit Tempo 160 verfolgen musste.

Ein anderer Raser aus Dortmund muss nun für fast drei Jahre ins Gefängnis.

Raser am Südwall gestoppt

Den 20-Jährigen konnten die Beamten in der Nacht von Sonntag auf Montag am Südwall stoppen, nachdem er im Bereich Schwanenwall und Geschwister-Scholl-Straße das Gaspedal bis zum Anschlag durchgedrückt hatte.

Der Mann hatte sich mit einem anderen jungen Raser (19) einen illegales Rennen auf dem Wall geliefert. Ihren 5er BMW und die Mercedes E-Klasse dürften die beiden demnächst nicht mehr zu Gesicht bekommen.

Bei einem 23-jährigen Raser aus Köln beschlagnahmte die Polizei zunächst nur den Führerschein und das Handy. Denn er bestritt bei einem illegalen Autorennen teilgenommen zu haben. Und dass obwohl er und ein weiteres Auto zuvor offensichtlich mit überhöhter Geschwindigkeit auf eine Polizeikontrolle zugerast waren.

Polizei Dortmund setzt Ankündigung um

"Beide Autos und Führerscheine der rücksichts- und gewissenlosen Heranwachsenden wurden sichergestellt bzw. beschlagnahmt sowie eine Anzeige wegen eines illegalen Kraftfahrzeugrennens geschrieben", berichtet die Polizei. Damit setzt sie eine Ankündigung ihres Polizeipräsidenten Gregor Lange um. Der hatte im Oktober 2018 angekündigt, noch konsequenter Führerscheine und Autos von Rasern einzukassieren.

Auch für den Fahrer (28) eines Audi Q7 ist der Lappen weg. Er war in der Nacht zu Samstag deutlich zu schnell auf dem Wall in Dortmund unterwegs - vermutlich wegen eines Rennens. An den Ampeln startete er mit erheblicher Beschleunigung, führte mehrfache Fahrstreifenwechsel durch und konnte schließlich von den Polizisten angehalten werden.

Abseits des Walls hatte es die Polizei auf der Brackeler Straße mit einem Raser zu tun. Vor kurzem hatte sich hier noch ein tödlicher Zwischenfall ereignet, als eine Frau aus Bochum als Geisterfahrerin für einen schweren Unfall sorgte.

Dieses Mal jedoch gab kein Geisterfahrer Grund zur Sorge, sondern ein Mann, der mit 177 km/h statt erlaubtem Tempo 100 unterwegs war.

50 Verwarngelder verhängt

Bis zum Ende der routine- und regelmäßigen Schwerpunktkontrollen verhängten die Beamten in diesem Einsatz weitere 50 Verwarnungsgelder für Geschwindigkeitsübertretungen.

Bei sieben Fahrzeugen lagen technische Mängel vor. Es folgte die Erlöschung der Betriebserlaubnis und die Fahrt zum Gutachter. Darunter wie so häufig zu hohe Lautstärke und nicht zulässige Reifen.