Offizielle Stellungnahme

Polizei Dortmund äußert sich zu Schüssen auf 16-Jährigen und zieht Konsequenz

Dortmunds Polizeipräsident Gregor Lange äußert sich zu den Schüssen auf einen 16-Jährigen. Er hat eine Bitte.

Dortmund – Drei Tage nach den tödlichen Polizeischüssen auf einen 16-jährigen Jugendlichen in der Dortmunder Nordstadt, meldet sich die Dortmunder Polizei zu Wort. Polizeipräsident Gregor Lange zeigt sich betroffen.

StadtDortmund
BundeslandNRW
EreignisTödliche Schüsse auf 16-Jährigen

Dortmunder Polizei erschießt 16-jährigen Jugendlichen in der Nordstadt

Am Montagnachmittag (8. August) ist ein Jugendlicher durch Schüsse aus einer Maschinenpistole der Polizei ums Leben gekommen. Die Kritik, am Vorgehen der Polizei, war sowohl in Dortmund als auch in der Politik groß. Viele kritisierten die Verhältnismäßigkeit, wie die Beamten an der Holsteiner Straße agierten. Eine Gruppe forderte sogar eine sofortige Entwaffnung der Polizei.

In einer offiziellen Mitteilung vom Donnerstag (11. August) der Polizei Dortmund spricht Polizeipräsident Gregor Lange, dass die Geschehnisse auch Betroffenheit bei den Beamtinnen und Beamten ausgelöst habe. Er wirbt dennoch für das Vertrauen der Menschen in seine Polizei und bittet um Geduld und Besonnenheit in der Phase der Faktenaufarbeitung.

Dortmunder Polizei will sich zu Details der tödlichen Schüsse auf Jugendlichen nicht äußern

„Nach den Geschehnissen an der Holsteiner Straße ist jetzt die Zeit für rechtsstaatliche Verfahren. Ich habe großes Vertrauen in die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Dortmund und bitte um Verständnis, dass sich die Dortmunder Polizei im laufenden Verfahren nicht zu Einzelheiten des Einsatzgeschehens äußern kann.“

Offenbar bezugnehmend auf die senegalesische Herkunft des getöteten 16-Jährigen sagt Lange: „Mir ist dennoch wichtig, zu betonen, dass die Dortmunder Polizei für Vielfalt, Toleranz und Demokratie steht. Unsere Werteorientierung steht genau für diese Grundpfeiler, die wir im polizeilichen Alltag leben und für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verpflichtend machen.“

Dortmunds Polizeipräsident Gregor Lange äußert sich zu den Geschehnissen in der Nordstadt.

Dortmunder Polizei befürchtet Vertrauensverlust bei Bevölkerung

Der Polizeipräsident spricht aber auch von einem Vertrauensverlust gegenüber seinen Kolleginnen und Kollegen. Das mache ihn betroffen, er sei aber davon überzeugt, dass die Dortmunder Polizei das Vertrauen der Menschen verdienten.

Trotzdem kündigt Gregor Lange eine Konsequenz aus dem Einsatz an. Seit Jahren stünde die Dortmunder Polizei in der Nordstadt mit gesellschaftlichen Gruppen im intensiven Kontakt. Dazu gehörten auch die muslimischen Gemeinden, aber auch andere Organisationen. Der Polizeipräsident kündigt am Donnerstag (11. August) an, diesen Dialog und Austausch nach Abschluss der strafrechtlichen Ermittlungen zu intensivieren.

Rubriklistenbild: © Polizei Dortmund

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