Zeit des Diskutierens ist vorbei

Polizei Dortmund kontrolliert Maskenpflicht – und hört die skurrilsten Ausreden

Maskenpflicht und G-Nachweis sind inzwischen unverzichtbar im Alltag. Um diese zu entgehen, sind sich einige einer Ausrede allerdings nicht zu schade.

Dortmund – Es ist (wieder) das allumfassende Thema: Corona. Bund und Länder wollen die Regeln wieder verschärfen. Erste Maßnahmen wurden bereits getroffen, so gilt seit Kurzem in Bus und Bahn sowie in Innenstädten 3G oder 2G – so auch in NRW.

StadtDortmund
OberbürgermeisterThomas Westphal (SPD)
Fläche280,7 km²

Corona-Maßnahmen: Polizei Dortmund kontrolliert Maskenpflicht – und hört die skurrilsten Ausreden

Am Montag (29. November) überprüfte die Polizei Dortmund, wie die Regeln im öffentlichen Nahverkehr sowie in der Innenstadt umgesetzt werden. Die gute Nachricht vorneweg: Ein Großteil der Fahrgäste und Besucher der Innenstadt nehmen die Regeln und den Infektionsschutz ernst. Ausreißer gibt es dennoch.

Wie es in der Pressemitteilung heißt, konnten die Polizei, die DSW21 und das Ordnungsamt bei 2204 kontrollierten Personen in der Innenstadt sowie in den U-Bahn-Stationen Kampstraße und Reinoldikirche immer noch 203 Verstöße gegen die geltenden Corona-Maßnahmen feststellen. Was besonders verblüffte: Offenbar waren sich die Übeltäter keiner Ausrede zu schade, um dem drohenden Bußgeld zu entgehen (mehr Blaulicht-News aus NRW bei RUHR24).

Corona in Dortmund: Polizei erklärt Toleranzgrenze bei Masken-Ausreden

Einige von den Ausreden nannte die Polizei in der Pressemitteilung: „Habe ich nicht gewusst“, „Ich muss telefonieren“, „Ich habe ein Foto gemacht“, „Ich musste meine Face-ID löschen“, „Ich habe Cola im Gesicht“, „Ich komme aus Essen“ oder „Ich komme aus Hagen“.

Ein paar Aussagen, wie „Ich rauche doch“, wirken harmlos. Auf RUHR24-Nachfrage erklärte ein Sprecher der Polizei Dortmund, wann es als Ausrede bewertet werde: „Es kommt auf den Einzelfall, die Umstände an.“ Wer aber darauf hingewiesen wird, und eine Stunde später wieder ohne Maske erwischt werde, dem droht eine Strafe.

In der Innenstadt von Dortmund nahmen Polizei, DSW21 und das Ordnungsamt zuletzt starke Corona-Kontrollen vor.

Corona: Polizei Dortmund warnt vor „billigen Ausreden“ – diese Strafen drohen bei Verstößen

Ebenso wer mit einer „billigen Ausrede“ auffällt. Immerhin ist die Maskenpflicht längst keine Neuerung mehr, darüber hinaus weisen Schilder in der Innenstadt auf die geltenden Corona-Maßnahmen hin. Folgende Gebühren werden bei Verstoß abgerufen:

  • Verstoß gegen die Maskenpflicht: 150 Euro (gilt in den öffentlichen Verkehrsmitteln; im Bereich der unterirdischen Haltestellen/Stadtbahnanlagen; in den von der Stadt verfügten Bereiche, namentlich Osten-/Westenhellweg, Weihnachtsmarktfläche und sämtliche Wochenmarktflächen)
  • Verstoß gegen 3G-Pflicht in ÖPNV: 250 Euro
  • Verstoß gegen 2G-Pflicht auf der Weihnachtsmarktfläche: 250 Euro

Weiter erklärte er: „Wenn wir bei Kontrollen merken, dass Personen sich strikt weigern, Maske aufzusetzen, denen drohen nicht nur die Geldbuße, sondern auch der Platzverweis.“ Von diesen wurden bei besagten Kontrollen in Dortmund 16 ausgesprochen. Die Zeit des Diskutierens sei vorbei, resümiert der Sprecher.

Polizei Dortmund kündigt weitere Corona-Kontrollen an

Steigende Inzidenzen, verschärfte Maßnahmen: Um die Ausbreitung des Coronavirus wieder einzudämmen, kündigte Polizeipräsident Gregor Lange weitere Kontrollen dieser Art an.

In der Pressemitteilung wird er zitiert: „Auch wenn es nur eine Minderheit ist, die den Infektionsschutz missachtet: Das Virus braucht genau diese Minderheit, um sich weiter ausbreiten zu können. Wir werden deshalb diese Einsätze wiederholen.“ Wer dann immer noch auf eine Zigaretten-Ausrede beharrt, für den kann es eine teure Zigarette werden.

Rubriklistenbild: © Roberto Pfeil/DPA; RUHR24

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