Bahnhof gesperrt

Mann in Dortmund schlägt Polizei ins Gesicht – verdächtiger Koffer entdeckt

Am Samstagmorgen war der Hauptbahnhof in Dortmund zeitweise gesperrt. Grund dafür ist ein einsames Gepäckstück gewesen. Ein Mann widersetzte sich.

Dortmund – Am Samstag (16. April) ging in einem Teil des Hauptbahnhofs Dortmund nichts mehr. Grund dafür war eine Reisetasche unter Sitzbänken in der Bahnhofshalle. Weil der Besitzer nicht gefunden werden konnte, sperrte die Polizei den Bereich großräumig ab. Ein 46-Jähriger wollte die Sperrung offenbar nicht einsehen und versuchte immer wieder durch den Haupteingang reinzulaufen. Ein Mitarbeiter der Bahn wusste das zu verhindern und schob den Mann schließlich beiseite.

StadtDortmund
BundeslandNRW
ThemaGewalt gegen Polizisten

Dortmund: Mann schlägt Polizisten am Hauptbahnhof ins Gesicht - so lief die Situation ab

Als einige Polizisten dem Mann die Hintergründe der Bahnhofssperrung in Dortmund erklären wollten, schlug er einem der Beamten mit der flachen Hand ins Gesicht. Daraufhin wollten die Einsatzkräfte den Mann fixieren, wogegen er sich mit voller Kraft wehrte und um sich schlug. Dabei traf er einen weiteren Beamten im Gesicht.

Den Bundespolizisten gelang es schließlich, den Mann zu Boden zu bringen. Da sich der Dortmunder weiterhin mit enormer Kraft wehrte, mussten die Beamten Pfefferspray einsetzen. Der 46-Jährige konnte gefesselt und zur Bundespolizeiwache gebracht werden (mehr Infos aus Dortmund bei RUHR24).

Gewalt gegen Polizisten am Dortmunder Hauptbahnhof: BodyCam zeichnet Tat auf

Die Polizisten durchsuchten den Mann in Dortmund. Sie fanden eine geringe Menge Betäubungsmittel. Währenddessen beleidigte und bedrohte der Mann die Einsatzkräfte. Er wurde schließlich in Polizeigewahrsam gebracht.

Bei dem Einsatz verletzte sich ein Beamter so schwer, dass er nicht mehr dienstfähig war und einen Arzt aufsuchen musste. Ein weiterer Polizist verletzte sich leicht. Das Geschehen konnte mithilfe einer BodyCam aufgezeichnet werden.

Die Bundespolizisten leiteten unter anderem ein Ermittlungsverfahren wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte, Körperverletzung, Beleidigung und Bedrohung ein.

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