Diskussion um Event im Ruhrgebiet

"Meine Güte ihr Durchgedrehten!!": Weihnachtsmarkt-Veranstalter tritt Kinderwagen-Debatte los 

Der Veranstalter des "Phantastischen Lichterweihnachtsmarkt" in Dortmund meldet sich mit kritischen Worten über Kinderwagen zu Wort.
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Der Veranstalter des "Phantastischen Lichterweihnachtsmarkt" in Dortmund meldet sich mit kritischen Worten über Kinderwagen zu Wort.

Der "Phantastische Lichterweihnachtsmarkt" (PLWM) gehört zu den beliebtesten Events im weihnachtlichen Dortmund. Jetzt tobt eine Debatte um Kinderwagen.

  • Der Veranstalter des Lichterweihnachtsmarkts in Dortmund muss Kritik einstecken.
  • Konkret geht es um eine Aussage über Kinder- und Bollerwagen.
  • Inzwischen tobt im Netz eine Debatte darum.

Dortmund - Vor der Weihnachtszeit ist nach der Weihnachtszeit - das zumindest gilt für den Dortmunder Weihnachtsmarkt in der Innenstadt, wie für den "Phantastischen Lichterweihnachtsmarkt" (PLWM) im Fredenbaumpark von Dortmund. Die beiden Weihnachtsevents finden auch noch nach den Feiertagen statt und sollen bis zum Jahresende für Besinnlichkeit in der Stadt sorgen.

Phantastischer Lichterweihnachtsmarkt in Dortmund stößt Diskussion an

Doch so wirklich besinnlich geht es aktuell - zumindest was den Weihnachtsmarkt im Fredenbaumpark betrifft - in Dortmund nicht zu. Jedenfalls tobt im Netz aktuell eine Debatte darum, ob Kinderwagen und Bollerwagen für Kinder auch dafür sorgen, dass der Lichterweihnachtsmarkt verstopft wird. Die Ruhr Nachrichten hatten zuerst darüber berichtet.

Losgetreten hat die Debatte kein geringerer, als der Veranstalter des Events im Fredenbaumpark. Auf dem eigenen Facebook-Auftritt veröffentlichte der Weihnachtsmarkt am Freitag (27. Dezember) einen Post, in dem es heißt: 

"Wir freuen uns sehr über alle Gäste des PLWM, wir haben auch extrem viel Platz auf dem PLWM. Aber irgendwann sorgt die Armada von Kinderwagen, Kinderbussen und Kinderwagenmanschfts- und Materialtransportern auch auf unserem großen PLWM-Gelände für volle Wege und Engpässe. Klingt komisch, ist aber so."

Dortmund: Lichterweihnachtsmarkt im Fredenbaumpark postet Kinderwagen-Fotos

Garniert ist der Facebook-Eintrag mit mehreren Fotos von in Kinder- und Bollerwagen sitzenden Kindern. Inzwischen tobt unter dem Post eine echte Debatte um das Für und Wider von Kinderwagen auf Events solcher Art.

"Ja, die Wagen sind total praktisch, man muss halt nur vernünftig damit umgehen und sie nicht unbedingt volle Lotte im Weg abstellen", schreibt eine Userin, die das Anliegen des Veranstalters nachvollziehen kann. Eine andere Userin zeigt sich dagegen entsetzt: "So eine beschissene Aussage ist das Letzte. Schämt euch. Ein Grund die Veranstaltung zu meiden." Innerhalb von nur einem Tag haben sich fast 800 Kommentare unter dem Post des PLWM gesammelt.

Während die einen Kommentatoren den Hinweis des Veranstalters als eine Art Spaß auffassen, können die anderen nicht glauben, wie kinderunfreundlich der Post auf Facebook ist.

Dortmund: PLWM-Veranstalter erklärt sich in weiterem Facebook-Post

Einen Tag später nach seiner Kinderwagen-Aussage sieht sich der Veranstalter des Lichterweihnachtsmarkts - der in diesem Jahr die Eintrittspreise erhöhen musste - genötigt, erneut Stellung zu dem Post zu nehmen. "Kinderwagen sind MEGA", heißt es zunächst. Danach folgt der Versuch, den Sinn des Kinderwagen-Posts zu erklären. "Ich habe einen Eintrag gepostet, in dem ich erkläre, dass unsere riesigen PLWM Flächen auch durch die Kinderwagen und durch die großen Kinderkarren irgendwann leider rappelvoll sind."

Geschmückt wird der Folge-Post mit Beleidigungen gegenüber manch kritischen Facebook-Usern, die als "tollwütige Füchse" bezeichnet werden. "Meine Güte ihr Durchgedrehten!! Ich bin zwar Der Drache Daselbst, aber ich fresse Eure Kinder NICHT", schreibt der Veranstalter, der hinter den wütenden Reaktionen auf den Kinderwagen-Post Feiertagsfrust sieht.

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