Pläne für die IGA 2027 werden konkreter - Phönixsee als Vorbild

Emscher Nordwärts
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Emscher Nordwärts

Dortmund/NRW - Die Stadt will die IGA 2027 nach Dortmund holen. Dieses Vorhaben untermauerte Oberbürgermeister Ullrich Sierau, als er am Dienstag (19. Juni) ein Konzept für das Projekt „Emscher Nordwärts“ präsentierte. Prunkstück dieses Konzepts ist ein komplett neues Stadtquartier.

Die Stadt will die IGA 2027 nach Dortmund holen. Dieses Vorhaben untermauerte Oberbürgermeister Ullrich Sierau, als er am Dienstag (19. Juni) ein Konzept für das Projekt "Emscher Nordwärts" präsentierte. Prunkstück dieses Konzepts ist ein komplett neues Stadtquartier.

Die Internationale Gartenausstellung (IGA) soll 2027 ins Ruhrgebiet kommen. Dortmund, Duisburg und Gelsenkirchen haben sich für die Ausrichtung dieses Events beworben. Während die Verantwortlichen in Gelsenkirchen und Duisburg mit der Präsentation eines schlüssigen Konzepts noch warten, hat die Stadt Dortmund ihre "Hausaufgaben erledigt", sagt Sierau und versichert gleichzeitig, dass Dortmund auch ohne die beiden Städte in der Lage wäre, die IGA auszurichten. Durch die Ausrichtung der IGA verspricht sich die Stadt zusätzliche finanzielle Unterstützung um das Projekt "Emscher Nordwärts" zu realisieren, das einen ähnlichen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Effekt haben soll, wie der Phönixsee.

Ehrwürdiges HSP-Gelände soll in neuem Glanz erstrahlen

Vom ehemaligen Gelände des Hoesch-Spundwand-Werks (HSP) über die Kokerei Hansa in Huckarde, den Deusenberg, bis hin zum Bahnhof Mooskamp soll ein neues Stadtquartier entstehen, das für großräumiges, innovatives, und zukunftsweisendes Wohnen stehen soll. Auch Gewerbe- und Freizeitangebote sowie ein neuer Technologiepark sollen auf dem 45 Hektar großen HSP-Gelände geschaffen werden. Zudem gibt es sogar Pläne für eine neue Seilbahn.

Um das Stadtquartier noch attraktiver zu machen, soll eine Emscherpromenade entlang der renaturierten Emscher entstehen. Die Emscherpromenade soll "ähnlich attraktiv werden wie der Phönixsee" erhofft sich die Stadt. Laut dem aktuellen Plan soll sie etwas ein Viertel der Größe des Phönixsees haben. Ein riesiger Grünzug soll das ganze Konzept abrunden.

Warten auf die Landesregierung

"Jetzt ist die Landesregierung am Zug", sagt ein optimistischer Ullrich Sierau. Das Konzept ist eingereicht worden und wird nun in der Landesregierung diskutiert. Parallel dazu laufen Machbarkeitsstudien, in denen überprüft wird welche Gebäude und Flächen unter Denkmalschutz stehen und inwiefern das Konzept in die Realität umgesetzt werden kann. Erste Ergebnisse erwartet Planungsdezernent Ludger Wilde im Jahr 2019. Die Zeitschiene bis 2027 sieht er als "mehr als ausreichend" an. Es kann an mehreren Stellen gleichzeitig gearbeitet werden. Durch diese Parallelen Stränge sei man nicht von bestimmten Abläufen abhängig.

Das Projekt "Emscher Nordwärts" soll auch unabhängig von der IGA 2027 realisiert werden. Das sieht auch Ludger Wilde so, der aber gleichzeitig einräumt: "Dann brauch die Stadt einen längeren Atem". Ohne die IGA wird die Fertigstellung des neuen Stadtquartiers also länger dauern. Denn abhängig von der IGA ist nämlich das Finanzkonzept. Um den neuen Grünzug zu errichten, werden aktuell ca. 33 Millionen Euro eingeplant. Für den Fall das die IGA kommt, kämen weitere 17 Millionen hinzu. Wir dürfen also gespannt sein, wie die Landesregierung entscheidet. Der Oberbürgermeister hofft auf eine Entscheidung innerhalb der nächsten zwei Wochen.