Phoenix See in Dortmund: Das sind die Pläne zur Beseitigung der "Barriere" an der Faßstraße

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Phoenix See in Dortmund: Das sind die Pläne zur Beseitigung der "Barriere" an der Faßstraße Foto: Wikimedia Commons/ CC-BY 3.0

Dortmund/NRW - Sie ist eine Barriere zwischen der Innenstadt von Dortmund-Hörde und dem Phoenix See: die Faßstraße. Jetzt startet die Stadt die Beseitigung der Missstände.

Sie ist eine Barriere, weil sie als Fußgänger kaum zu überqueren ist: Zwischen der Innenstadt von Dortmund-Hörde und dem beliebten Phoenix See verläuft die stark befahrene Faßstraße. Jetzt startet die Stadt die Beseitigung der Missstände.

  • Die Bauarbeiten an der Faßstraße in Hörde sollen 18 Monate dauern.
  • Zwischen Hörde und dem Phoenix See will die Stadt die "Barriere" Faßstraße abbauen.
  • Radfahrer und Fußgänger sollen durch den Umbau profitieren, sagt die Stadt Dortmund.

Phoenix See in Dortmund ist bald besser erreichbar

Die Stadt Dortmund beginnt in dieser Woche mit der Umgestaltung der Faßstraße in Hörde. 18 Monate sollen die Arbeit an der "Barriere" zwischen der Innenstadt von Hörde und dem Phoenix See, wo demnächst ein neues Restaurant eröffnet, dauern - vorausgesetzt, es gibt keine langen Schlechtwetterperioden oder archäologischen Funde. Denn im Bereich der Faßstraße liegen Teile der mittelalterlichen Stadtbefestigung Hörde.

Die Stadt startet die Bauarbeiten auf einer Länge von rund 95 Meter zwischen der „Alfred-Trappen-Straße“ und der „Seekante“. Anwohner aus Hörde und Besucher des Phoenix See können sich nach Ende der Arbeiten auf ein komplett anderes Umfeld einstellen. "Mit dem Umbau der Faßstraße wird sich das Straßenbild deutlich verändern", verspricht die Stadt.

Die aktuell fast ausschließlich auf den KfZ-Verkehr ausgerichtete Straße, soll nach den Wünschen der Stadt künftig allen Verkehrsteilnehmern zugänglich gemacht werden. Der Plan: Zwischen Hörde-City und dem See soll es mehr und bessere Querungsmöglichkeiten, wie Verkehrsinseln, Zebrastreifen oder Fußgängerampeln, geben.

Faßstraße in Hörde nur noch mit einer Fahrspur pro Richtung

Ganz aus dem Bauch heraus hat die Stadt den Umbau der Faßstraße nicht beschlossen. Im Vorfeld hatte es einen Verkehrsversuch gegeben. Dabei war die bisher 4-spurige Straße durch Markierungen eingeengt worden, um dem Rad- und Fußverkehr mehr Raum zu geben. Die Erkenntnisse daraus fließen jetzt in die Pläne für den Umbau.

Ganz unumstritten ist der Umbau aber nicht. Die Reduzierung von vier auf zwei Fahrspuren hatte bei Verkehrsteilnehmern für Verärgerung gesorgt, da es durch die ungewöhnlich breite Spur zu Verwirrungen kam.

Die Breite der Fahrstreifen (fünf Meter pro Fahrrichtung) reicht aus, um Pkw und Lkw bei reduzierter Geschwindigkeit nebeneinander fahren zu lassen. Aber: In der Praxis bedeutet dies, dass die Fahrzeuge auf der Strecke versetzt fahren und im Bereich der Ampeln nebeneinander stehen sollen.

Projekt wird teurer als geplant

Und: Das Projekt sollt teurer werden, als ursprünglich geplant. Anders als die zunächst veranschlagten 4,3 Millionen Euro, standen im Dezember 2018 plötzlich 7,3 Millionen Euro auf der Rechnung der Stadt.

Fahrradfahrer dürften sich unterdessen freuen. Künftig soll es einen durchgängigen Radstreifen und Gehwege in komfortabler Breite geben. Außerdem soll es für Fußgänger große Querungshilfen geben, um besser zum Phoenix See zu kommen. Der Hauptübergang zum Naherholungsgebiet soll an der Herrmannstraße sein.

Am Ende, so hoffen es alle, soll nicht nur die Barriere zwischen Hörde und den vielen Bürogebäuden, Gastronomen und Wohnungen am Phoenix See verschwinden, sondern auch die Verkehrssituation eine bessere werden.

Übrigens würden sich Anwohner im Norden der Stadt Dortmund über einen neuen "Phönix See" freuen. Dieser sollte dann aber im Gegensatz zum Gewässer in Hörde etwas anders sein. Ideen gibt es. Konkrete Pläne aber noch nicht.

In Dortmund starten heute (4. November) Gleisarbeiten an der Kaiserstraße. Dabei kommt es zu Sperrungen und Einschränkungen im Verkehr.