Großes Projekt in Hörde

Großer Umbau am Phoenix-See in Dortmund: Videos zeigen erste Details zur Umgestaltung

Der City-Putzer könnte auch am Phoenix-See in Dortmund-Hörde zum Einsatz kommen.
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Die Gegend rund um den Phoenix-See soll neu gestaltet werden.

Die Gegend rund um den Phoenix-See erstrahlt bald im neuen Glanz. Neubauten, neue Fassaden, neue Wegführung. Die Stadt zeigt in Videos, was Anwohner erwarten dürfen.

Dortmund – Es kommt Schwung an den Phoenix See. Straßen rund um den beliebten Anlaufpunkt in Dortmund sollen umgestaltet werden. Die Stadt zeigt schon jetzt, wie es später aussehen soll.

StadtDortmund
BundeslandNordrhein-Westfalen
Fläche280,7 km²

Phoenix See in Dortmund: Gegend bekommt neues Aussehen – fünf Videos geben Einblicke

Fünf Videos geben mittels 3-D-Simulationen einen Einblick, wohin das Vorhaben führen soll. Es geht um die Umgestaltung der Faßstraße in Dortmund und weitere um den Phoenix See liegende Straßen. Das Ziel: Die Flächen am Phoenix See und der restliche Stadtteil Hörde „sollen zusammenwachsen und sich gemeinsam entwickeln“, heißt es in der Mitteilung der Stadt Dortmund.

Lebensqualität, Arbeitsplätze, Wohnraum und genügend Platz für jeden Verkehrsteilnehmer sollen geschaffen werden, so die Pläne der Stadt. Im Fokus stehen die Bereiche Stiftsquartier, die Faßstraße bis hin zum Phoenix Gymnasium und der Nagelschmiedegasse. Gleich zwei Filme handeln von der Umgestaltung der neuen Straße Am Stift und des Stiftsquartiers an der längst abgebrochenen Stiftsbrauerei. Das Projekt ist nicht das einzige Quartier, das derzeit in der Gegend am Phoenix-See geplant ist.

Hörde (Dortmund): Stadt geht ins Detail – es kommt Schwung am Phoenix-See

Die Stadt Dortmund erklärt in einer Pressemitteilung, was dort geschehen soll: „Der vielfach gegliederte Baublock soll im Erdgeschoss einen Supermarkt mit gehobenem Sortiment und eine Markthalle aufnehmen. Darüber gibt es Büros, im Staffelgeschoss und zu den ruhigeren Seiten hin vorwiegend Wohnungen.“

Wenn es in Richtung Phoenix See geht, zieren zwei Statuen des Hörder Stadtgründer-Paares Konrad und Elisabeth die Einmündung zur Hermannstraße.

Mit 3-D-Simulationen zeigt die Stadt Dortmund, wie sich die Gegend rund um den Phoenix See aussehen soll.

Dortmund: Bauvorhaben soll Phoenix See mit Hörde verknüpfen

Doch das war längst nicht alles, denn in Hörde bekommen auch andere Orte rund um den Phoenix See eine neue Optik. Etwa an der Nagelschmiedegasse: Dort sollen Besucher über eine Freitreppe zukünftig schnellstmöglich in die Hörder Fußgängerzone gelangen.

Zudem soll der Stadteingang zwischen Faßstraße und Phoenix-Gymnasium erneuert werden. Mehr Bäume, ein neues Bushäuschen, genügend Platz für Auto- und Fahrradfahrer und Fußgänger werden versprochen. Alle fünf Videos sind auf der Internet-Seite der Hörder Stadtteilagentur zu sehen.

Umgestaltung der Region am Phoenix-See in Dortmund Hörde: Bürger konnten sich zuvor Beteiligen

Das großangelegte Projekt, das Teil des Stadterneuerungsprogramms „Soziale Stadt – Stadtumbau Hörde“ ist, wird vom Bund, dem Land NRW und der Stadt Dortmund gemeinsam getragen. Das Besondere an den Planungen: Im Vorfeld wurden Bürger in Hörde dazu aufgefordert, Anregungen, Wünsche und Bedenken zu äußern.

Die Teilnahme war offenbar rege. „So viel Beteiligung hätten wir bei einem normalen Beteiligungsverfahren in Form von Präsenzveranstaltungen wahrscheinlich nicht gehabt. Das war schon großartig“, sagte Thomas Weyland von der Hörder Stadtteilagentur in einem sechsten, knapp zweistündigen Video, in dem sämtliche Bauvorhaben und Hintergründe erläutert werden.

Umgestaltung am Phoenix-See in Dortmund: Gegend soll Fußgänger-gerechter werden

Was bei der Umgestaltung besonders ins Auge sticht, sind viele Grünflächen und weniger grau der Straßen. Zugunsten der Fahrradfahrer, Fußgänger und bepflanzte Mittelinseln wurden die Straßen der bislang vierspurigen Faßstraße zusammengeschoben zu einer überbreiten Fahrbahn in jede Richtung.

Die Radwege werden komplett in rot gefärbt, damit die Autofahrer „ständig vor Augen haben, dass das nicht mehr ihr Raum ist“, erklärte Winfried Sagolla von der Stadtplanung Dortmund. Den Sorgen, dies könnte zu Dauer-Stau in der Faßstraße führen, kann er den Wind aus den Segeln nehmen. Ein Verkehrsversuch wurde durchgeführt und das Vorhaben anhand der Ergebnisse angeglichen.

Video: Dortmund: Charme des Ruhrgebiets

„Wir wollen mit den Videos auch zeigen, wie die Straße ein gut nutzbarer Raum für alle Verkehrsarten wird“, lässt sich Susanne Linnebach, Leiterin des Amts für Stadterneuerung, in der Pressemitteilung zitieren. Das Vorhaben soll schon Ende 2022 weitestgehend fertig sein.