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Wer neu baut, ist verpflichtet, Parkplätze für Autos und Fahrräder zu errichten. Ab 2019 ändern sich möglicherweise ein paar Regeln in Dortmund – die den einen oder anderen Grundstücksbesitzer treffen könnten.

Durch die Änderung der Landesbauordnung (Paragraph 48) hat die Stadt Dortmund jetzt die Möglichkeit, eine Satzung aufzustellen, die festlegt, wie genau Parkplätze für Autos und Fahrräder gestaltet werden müssen.

Grundsätzlich möchte die Stadt die Regelung beibehalten, dass Grundstückseigentümer eine sogenannte Ablöse zahlen können, wenn sie keine Parkplätze an ihren Gebäuden bauen können oder wollen.

Verfahren schon Jahrzehnte alt

Dieses Verfahren gibt es zwar schon seit rund 20 Jahren. Jetzt aber sollen die zu zahlenden Beträge um 30 Prozent erhöht werden. Der Höchstsatz in der City soll dann 12.000 Euro je Stellplatz betragen. „Dieser Wert liegt auf vergleichbarem Niveau der mittleren und größeren Städte in NRW“, heißt es zur Begründung in einer Mitteilung der Stadt.

Für notwendige Stellplätze bei öffentlich gefördertem Wohnungsbau oder bei Wohnungen in Denkmälern gilt ein reduzierter Ablösebetrag. Für Ein- und Zweifamilienhäuser ist keine Ablöse möglich.

1000 Euro für Fahrradparkplatz

Fahrradparkplätze können nur in der City abgelöst werden. Der Ablösebetrag für Fahrradabstellplätze beträgt 1.000 Euro. Für Wohngebäude oder Wohnheime ist auch das Ablösen von Fahrradabstellplätzen in der City ausgeschlossen.

Außerdem können laut der neuen Satzung künftig Parkplätze für Autos und Fahrräder, die nicht auf dem Grundstück gebaut werden, auch auf einem Grundstück in der Nähe errichtet werden. Maximal 300 Meter (Autos) bzw. 60 Meter (Fahrräder) dürfen die Parkplätze dann entfernt sein.

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Nachdem im neuen Jahr in den Gremien über die neue Satzung beraten wurde, entscheidet der Rat der Stadt am 21. Februar 2019 über ein Inkrafttreten.