Osterkirmes: Männer attackieren Sicherheitsdienst, zwei Schwerverletzte

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Osterkirmes / Kirmes in Dortmund. Foto: Daniele Giustolisi/RUHR24

Dortmund/NRW - Am Rande der Osterkirmes ist es am Dienstag (3. April) zu einer Schlägerei mit etwa 15 Beteiligten gekommen. Bei der Schlägerei kamen auch Messer zum Einsatz. Es gab Verletzte.

Am Rande der Osterkirmes ist es am Dienstag (3. April) zu einer Schlägerei mit etwa 15 Beteiligten gekommen. Bei der Schlägerei kamen auch Messer zum Einsatz. Es gab Verletzte.

Update, 5. April, 16 Uhr: Die Polizei meldet, dass sie inzwischen drei Jugendliche festgenommen hat. Einen 15- und 16-jährigen Dortmunder sowie einen 17-jährigen Duisburger zogen die Beamten vor Ort zur Rechenschaft: Sie wurden in Gewahrsam genommen und konnten später von ihren Familienangehörigen abgeholt werden. Und auch gegen den 17-jährigen Dortmunder richten sich ein Strafverfahren sowie die weiteren Ermittlungen.

Nach einer Auseinandersetzung am Mittwoch (4.4.) gegen 18.45 Uhr hat die Polizei nun drei Jugendliche in Gewahrsam genommen. Zunächst wurde den Beamten eine Schlägerei mit mehreren Beteiligten gemeldet. Vor Ort trafen sie dann auf einen 18-Jährigen aus Duisburg. Dieser gab an, von mehreren Personen geschlagen worden zu sein. Hierbei erlitt er leichte Verletzungen. Vorausgegangen war dem Ganzen offenbar ein über mehrere Tage andauernder Streit mit einem 17-jährigen Dortmunder. Was mit Worten nicht zu regeln war, sollten nun scheinbar die Fäuste klären. Und dabei soll sich der 17-Jährige Zeugen zufolge als Hauptakteur hervorgetan haben.

Und auch an einem Fahrgeschäft in der Nähe stellten die Beamten eine Auseinandersetzung unter Jugendlichen fest. Welche Hintergründe hier zugrunde liegen, müssen die weiteren Ermittlungen zeigen.

Update, 4. April, 12.40 Uhr:Die Polizei hat inzwischen weitere Details zum Vorfall an der Osterkirmes bekannt gegeben. Demnach seien bei der Messerstecherei zwei Männer schwer verletzt worden.

Zuvor hatte der Sicherheitsdienst einem Mann einen Platzverweis erteilt, nachdem er sich auch schon in den vergangenen Tage auffällig verhalten hatte. Wenig später rannte eine fünfköpfige Gruppe, augenscheinlich Begleiter des jungen Mannes, auf die Sicherheitsleute zu. Ohne Vorankündigung sollen sie laut Polizei auf die beiden Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes eingeschlagen haben. Darüber hinaus sprühten sie mit Pfefferspray in Richtung der Sicherheitsleute.

Messer eingesetzt

Dies erkannte eine weitere Gruppe junger Männer. Sie kamen den beiden leicht verletzten Sicherheitsleuten (24 und 34) zu Hilfe. In einer anschließenden Auseinandersetzung setzten die Täter aus der erstgenannten Gruppe Messer ein. Wenig später ging ein 20-Jähriger Essener mit einer Stichwunde zu Boden. Während sich die Sicherheitsleute um den Verletzten kümmerten, verlagerte sich die Schlägerei in Richtung Münsterstraße. Hier wurde ein weiterer 20-Jähriger (ebenfalls aus Essen) durch einen Messerstich verletzt.

Die mutmaßliche Tätergruppe flüchtete anschließend vom Tatort, konnte jedoch wenig später durch Polizeikräfte in einem Hinterhof gestellt werden.

Ein Rettungswagen fuhr die beiden Schwerverletzten in ein nahe gelegenes Krankenhaus. Für beide Männer besteht keine Lebensgefahr.

Die fünf Männer im Alter von 17 bis 24 Jahren wurden festgenommen und landeten im Polizeigewahrsam. Die Ermittlungen dauern an.

Ursprungsmeldung:

Laut ersten, bislang unbestätigten Informationen, soll ein Raubdelikt der Grund für den Start der Massenschlägerei an der Osterkirmes gewesen sein. Die Tat soll sich gegen 19 Uhr ereignet haben.

Wie Schausteller-Sprecher Patrick Arens gegenüber Dortmund24 berichtet, habe der Sicherheitsdienst der Kirmes eine verdächtige Person des Platzes verwiesen und sich dann zurückgezogen. Laut Arens war der Sicherheitsdienst bei der anschließenden Schlägerei zwischen Parkplatz und Eberstraße nicht verwickelt.

Zwei Menschen verletzt

Zwei Menschen sollen bei dieser Schlägerei durch Messerstiche verletzt worden sein. Eine Person sei dabei in den Bauch, die zweite in den Oberschenkel gestochen worden. Lebensgefahr soll allerdings bei keiner der beiden Personen bestehen.

Die Polizei konnte sich am Mittwochmorgen noch nicht abschließend zum Sachverhalt äußern.