Online-Petition soll verhindern, dass Reiterverein vom Stadion zur Bolmke zieht

Arno Burgi/dpa

Gegenwind für den Dortmunder Reiterverein: Naturschutzverbände und örtliche Kleingartenvereine wollen mit einer Online-Petition „Allianz für die Bolmke“ gegen die Umzugspläne vorgehen. 

Im Vereinsheim der Kleingartenanlage „Goldener Erntekranz“ trafen sich am Montag (28. August) die Mitglieder zur Gründungsversammlung. Mit dabei waren die Naturschutzverbände BUND, NABU und AGARD, die Naturfreunde Kreuzviertel und die beiden Kleingartenvereine „Heideblick“ und „Goldener Erntekranz“. Die Online-Petition „Rettet unser Erholungsgebiet – Kein Reitverein zur Bolmke“ startete am 24. August 2018. Aktuell haben bereits mehr als 90 Menschen unterschrieben. 3.500 Unterschriften sind notwendig, damit sich der Rat der Stadt Dortmund damit beschäftigt.

Umzug würde mehrere Probleme mit sich bringen

Aus Sicht der „Allianz für die Bolmke“ bringt der Umzug des Dortmunder Reitervereins mehrere Probleme mit sich. Der Bau von Reit- und Dressurfläche würde insgesamt fünf Hektar Grünfläche zerstören. Aus Sicht der Naturschützer wäre das Stadtklima gefährdet. In Zeiten der Klimaerwärmung würde mit der Überbauung der Grünfläche ein für die Stadt wichtiges Kaltluft-Entstehungsgebiet verloren gehen.

Zudem sehen die Naturschützer eine erhebliche Beeinträchtigung und teilweise eine Vernichtung der Flora und Fauna der Bolmke und einen Ausbau des Reitwegenetztes. Die Naturschützer befürchten eine erhöhte Belastung durch die Reiter auf den Wegen.

Schon im Juni hatten sich die Naturschutzverbände gegen den Neubau von Reiterhalle, Pferdeställe und Co. geäußert. Anwohner befürchten zudem ein erhöhtes Verkehrsaufkommen, sollte der Reiterverein Turniere veranstalten.

„Im Rabenloh“ ist zu sehr im Zentrum

Seit 1961 betreibt der Reiterverein Dortmund die Reitsportanlage direkt gegenüber des Nordeingangs vom Westfalenstadion – „Im Rabenloh“. Der Reiterverein will einen neuen Standort finden, bei dem genug Weideflächen vorhanden ist. Zudem wollen die Mitglieder in moderne Gebäude umziehen. Auch ein Standort in Grevel war ursprünglich im Gespräch. Die Mitglieder favorisieren allerdings das fünf Hektar große Areal an der Stockumer Straße an der Bolmke.