Corona-Pandemie

Dortmund erhält neuen Corona-Impfstoff und legt Engpässe offen

Derzeit wird der angepasste Impfstoff gegen neue Corona-Varianten ausgeliefert. In Dortmund wartet man noch darauf – und auf die Freigabe zur Impfung.

Dortmund – Seit das Ur-Coronavirus sich über den Globus verbreitet hat, sind rund zweieinhalb Jahre vergangen. Erst Delta, jetzt Omikron: Mittlerweile hat sich das Virus vielfach verändert. Weil die ursprünglichen Impfstoffe nur noch geringen Schutz vor der neuen Variante bieten, wird jetzt auch nach Dortmund ein frischer Impfstoff ausgeliefert.

Stadt:Dortmund, NRW
Corona-Inzidenz:260,5 (16. September)
Variante:Omikron

Omikron-Impfstoffe gegen BA.4 und BA.5 werden nach NRW und Dortmund geliefert

Der Impfstoff gegen die Omikron-Varianten BA.4 und BA.5 soll in diesen Tagen ausgeliefert werden. Das berichtete die Pharmazeutische Zeitung am Mittwoch (14. September) unter Berufung auf einen Rundbrief des Deutschen Apothekerverbands.

Ab Dienstag (20. September) sollen Apotheken den neuen Comirnaty-Impfstoff bestellen können. Hergestellt wird er von Biontech und Pfizer. Die EU-Kommission hatte ihn erst am Montag (12. September) zugelassen (alle News zum Coronavirus auf RUHR24 lesen).

Laut der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) unterscheiden sich die angepassten Impfstoffe nur durch die enthaltene mRNA. Diese löse im Körper eine bessere Immunantwort gegen die veränderten Virusvarianten aus, als bisherige Impfstoffe. Die laufenden Studien zeigen zudem, dass die Nebenwirkungen der Impfung denen des ersten Comirnaty-Impfstoffs entsprechen.

Dortmund wartet auf Impfstoff und Empfehlung der Stiko

In Dortmund und NRW sind derweil die ersten Dosen des Impfstoffs gegen die Omikron-Sublinie BA.1 eingetroffen. „Wir warten aktuell noch auf die Stiko-Empfehlung, was die angepassten Impfstoffe angeht“, sagt Birgit Zoerner, Leiterin des Krisenstabs, am Dienstag (13. September).

„Wir bekommen schon Lieferungen, allerdings in einer kleineren Größenordnung, als angekündigt“, sagt Zoerner. Zunächst müsse aber ohnehin die Empfehlung der Stiko für alle Impfstoffe vorliegen. Wann die neuen Impfstoffe gegen die Omikron-Subvarianten BA.4 und BA.4 in Dortmund ankommen, sei noch nicht klar.

Corona-Inzidenz in Dortmund ist in Aplerbeck am höchsten, im Norden am niedrigsten

Derzeit liegen die Corona-Inzidenzen vor allem in der Nordstadt und in Eving (181) unter dem Durchschnitt in Dortmund. Dort hatten sich vor allem zu Beginn der Corona-Pandemie überdurchschnittlich viele Menschen mit Covid-19 infiziert. Das hat etwa in der Nordstadt zu einer Herdenimmunität geführt.

Inzidenz in Dortmund:260,5
Menschen im Krankenhaus:78 (7 intensiv)
Fälle gesamt:220.000
Tote gesamt:588

Besonders hoch sind die Infektionen derzeit in Aplerbeck (Inzidenz von 315). Die Erkrankung bleibt weiterhin gefährlich. Von den 588 Corona-Toten in Dortmund sind alleine 138 in diesem Jahr gestorben. Ab 1. Oktober gelten in NRW strengere Corona-Regeln.

Rubriklistenbild: © Dortmund-Agentur/Roland Gorecki, Collage: RUHR24