Wegen Corona-Pandemie

Dortmund: Besondere Hilfen und Angebote für Wohnungslose – CDU hat Forderung

Obdachlose trifft die Corona-Krise besonders hart. Die CDU in Dortmund fordert Lösungen.
+
Obdachlose trifft die Corona-Krise besonders hart. Die CDU in Dortmund fordert Lösungen.

Die Corona-Pandemie ist für viele wirtschaftlich hart. Die CDU in Dortmund spricht sich nun für besondere Hilfen für Obdachlose aus.

Dortmund – Die Corona-Krise ist besonders für Obdachlose hart. Im Winter und dem aktuell drohenden Schnee-Wetter in NRW verschärft sich die Lage für viele von ihnen weiter. Die CDU fordert deswegen schnelle Lösungen für weitere Hilfen. Besonders in der Innenstadt.

StadtDortmund
Bewohner603.609
OberbürgermeisterThomas Westphal (SPD)

Obdachlose in Dortmund: CDU fordert weitere Hilfe in der Innenstadt

„Die bestehenden Angebote der Wohnungslosenhilfe müssen an die Pandemiebedingungen angepasst werden“, lautet die Forderung des CDU-Fraktionsvorsitzenden Jörg Tigges. Zwar gebe es in Dortmund bereits ein „hervorragendes Hilfsnetzwerk“, die Rahmenbedingungen hätten sich in vielen Fällen während der Corona-Pandemie aber stark verändert.

„Deshalb sind jetzt Lösungen gefragt, die der veränderten Situation Rechnung tragen“, so Tigges. Vor allem flexibel und pragmatisch sollten die Lösungen sein. Besonders im Unionviertel in der Innenstadt sei die Notlage der Wohnungs- und Obdachlosen in Dortmund sehr offensichtlich.

Hotel-Übernachtungen für Obdachlose in Dortmund: CDU befürwortet Projekt

Die Partei macht für Dortmund auch konkrete Vorschläge. Tigges befürwortet beispielsweise das zuletzt in Dortmund getestete Pilotprojekt, Wohnungs- und Obdachlose Menschen in Hotels unterzubringen. Das Projekt wurde von den Organisationen und Vereinen Bodo, Gast-Haus statt Bank und dem Wärmebus in Leben gerufen. Dadurch, dass Menschen ohne Dach über dem Kopf in ohnehin nicht genutzte Hotels oder Hostel ziehen, würde sich auch die Belegung in den anderen Unterkünften entzerren.

Video: Corona-Auswirkungen: Obdachlose von Pandemie schwer gebeutelt

„Wir würden uns freuen, wenn die Stadt solche innovativen Vorzeigeprojekte gezielter fördert. Um die hohe Lebensqualität der Anwohner im Unionviertel aufrechtzuerhalten, bedarf es pragmatischer Hilfen“, so Tigges. Mögliche Angebote müssten sich aktuell aber vor allem an das Leben von Obdachlosen in Zeiten der Pandemie richten. Außerdem sollen nach Ansicht der CDU-Fraktion zunächst bestehende Hilfen optimiert und ausgeschöpft werden, bevor immer weitere Angebote geschaffen würden.

Die Forderung scheint aber mit einem Kompromiss verbunden zu sein: in einer Mitteilung betont die CDU Dortmund auch, dass bei einer Erweiterung der Wohnungslosenhilfen auch die Interessen der Anwohner berücksichtigt werden sollen. Hierzu macht die Partei aber keinen konkreten Vorschlag.

Mehr zum Thema