Bild: Lisa Krispin/RUHR24

In NRW wollen am Samstag (6. Juli) Demonstranten für die Rechte von Geflüchteten und Seenotrettung auf die Straße gehen. Dahinter steckt die Bewegung „Seebrücke„. Auch in Dortmund soll eine Demonstration stattfinden.

  • Demonstrationen für Seenotrettung in 13 NRW-Städten geplant – auch in Dortmund.
  • „Seebrücke“ ruft zu Solidarität mit geflüchteten Menschen auf.
  • In Dortmund beteiligt sich auch die Fridays for Future-Bewegung.

Der Grund für die geplanten Demonstrationen war die Inhaftierung der Sea-Watch-Kapitänin Carola Rackete vor wenigen Tagen. Zur Erinnerung: Rackete war ohne Erlaubnis mit 40 Migranten an Bord in den Hafen von Lampedusa eingefahren.

An Land wurde sie von den italienischen Behörden festgenommen. Tausende Menschen hatten sich danach mit ihr solidarisiert – darunter auch Jan Böhmermann, der mit Klaas Heufer-Umlauf über eine halbe Million Spenden gesammelt hat. Mittlerweile ist die Kapitänin wieder frei.

Update, Samstag (6. Juli), 18.04 Uhr: In Essen griffen die Demonstarnten zu drastischen Mitteln um auf das Sterben im Mittelmeer aufmerksam zu machen – und legten Leichensäcke auf den Kennedyplatz.

Seebrücke-Demonstrationen in 13 NRW-Städten geplant – auch in Dortmund

Organisator der Demonstrationen ist die internationale Bewegung „Seebrücke„. Auf der Demonstration wolle man Solidarität mit Menschen auf der Flucht zeigen, insbesondere mit jenen, die Schiffbruch erlitten haben.

Die Bewegung hat in 13 NRW-Städten zum Protest aufgerufen:

  • Dortmund
  • Bochum
  • Bonn
  • Detmold
  • Dinslaken
  • Düren
  • Duisburg
  • Düsseldorf
  • Essen
  • Köln Münster
  • Aachen
  • Bielefeld
  • Münster

Dortmund: Seebrücke ruft zu Demo am Freiherr-vom-Stein-Platz auf

In Dortmund soll die Demo am Samstag um 12 Uhr am Freiherr-vom-Stein-Platz in der Nordstadt starten. Als Endziel ist die Katharinentreppe gegenüber des Hauptbahnhofs angegeben.

Dabei sollen unter anderem Anja Sportelli und Joachim Spehl von der Seebrücke Dortmund sowie Dietmar Köster als Mitglied des Europäischen Parlaments sprechen. Auch Vertreter von „Jugend Rettet“ und „Mission Lifeline“ werden vor Ort sein.

Die Fridays for Future-Bewegung aus Dortmund hat ebenfalls Unterstützung angekündigt. Erst im Mai sind in der City 6500 Teilnehmer für mehr Klimaschutz auf die Straße gegangen. Durch das Pokémon-Go-Fest dürfte Dortmund am Samstag mehr als voll werden.

Die Seebrücke ist nach eigenen Angaben eine Bewegung, die von Bündnissen und Akteuren der Zivilgesellschaft getragen wird. Zu den Unterstützern gehören demnach auch Ärzte, Flüchtlingshelfer und Friedensaktivisten.

Bereits vergangenes Jahr im Dezember demonstrierten viele Teilnehmer für sichere Häfen und gegen das Sterben im Mittelmeer.

mit dpa-Material