Polizei zieht Bilanz

Polizei in Dortmund verzeichnet weniger Verkehrstote – aber eine Zahl erschreckt

Die Verkehrsunfälle in Dortmund sind zurückgegangen, doch es gab 2021 erschreckend viele Unfälle mit Kindern.

Dortmund – Insgesamt ist 2021 für die Stadt Dortmund ein gutes Jahr in puncto Sicherheit gewesen. Die Zahl der Verkehrsunfälle ist im Vergleich zum Jahr 2020 erneut um 115 gesunken. Doch die Unfälle mit involvierten Kindern ist drastisch gestiegen, wie die Polizei mitteilt (mehr News aus Dortmund bei RUHR24).

StadtDortmund
BundeslandNordrhein-Westfalen
OberbürgermeisterThomas Westphal (SPD)

In Dortmund verzeichnet die Polizei weniger Verkehrstote, aber mehr Verletzte

Der Dortmunder Polizeipräsident Gregor Lange zieht durch den Rückgang der Unfälle Rückschlüsse auf den sogenannten Corona-Effekt „Natürlich ist uns klar, dass hier aus dem Frühjahr 2021 noch ein Lockdown-Effekt in den Zahlen mitschwingen kann. Wir betrachten es aber als unsere Herausforderung, mit polizeilicher Arbeit diesen positiven Trend auch künftig zu unterstützen.“

Auch die Verkehrstoten sanken von noch sechs im Jahr 2020 auf fünf im Jahr 2021. Somit verunglückten sowohl im Stadtgebiet als auch auf den Autobahnen im Zuständigkeitsbereich der Polizei Dortmund nochmals weniger Menschen als im Jahr zuvor, trotz dessen ist „jeder Verkehrstote einer zu viel“, so Lange. Auch im Kreis Unna gab es 2021 mehr Unfälle, berichtet wa.de*.

Wie die Polizei berichtet, gab es bei den Unfällen auf den Autobahnen rund um Dortmund hingegen 15 Schwerverletzte und 25 Leichtverletzte mehr als im Vorjahr 2020. Und dies ist nicht die einzige Säule der Verkehrsstatistik, die gestiegen ist.

Dortmunder Polizei meldet eine Zunahme der Kinderunfälle

Denn die Zahl der Unfälle mit unmittelbar beteiligten Kindern lässt aufhorchen: Diese ist um über 13 Prozent gestiegen. Allein in Dortmund verunglückten acht Kinder mehr als 2020. Unter anderem überfuhr ein Autofahrer einen vierjährigen Jungen in Dortmund-Aplerbeck. Nur wenige dieser Unfälle ereigneten sich der Polizei zufolge auf dem Schulweg, wie leicht angenommen werden könnte.

Viele Kinder verunglückten in ihrer Freizeit, indem sie beispielsweise zwischen geparkten Autos auf die Straße liefen. „Kinder gehören zu den schwächsten Verkehrsteilnehmenden im Straßenverkehr. Sie lernen erst noch, Geschwindigkeiten einzuschätzen und in unübersichtlichen Situationen sicher zu reagieren“, betont der Polizeidirektor Ralf Ziegler. Daher bittet die Polizei alle Verkehrsteilnehmer auf eine aufmerksame und angepasste Fahrweise zu achten, um Leben zu schützen.

In Dortmund sagt die Polizei der Raserszene den Kampf an

Der Schwerpunkt der Verkehrseinsätze der Polizei Dortmund war 2021 der Kampf gegen Raser, und die illegale Tuning-Szene. Mit einer Null-Toleranz-Strategie und regelmäßigen Kontrollen „wurde den Anwohnern am Dortmunder Wall ihre Lebensqualität zurückgegeben“, sagt der Polizeipräsident. Denn wer rasen wolle, der habe in Dortmund nichts verloren.

Bei insgesamt 1988 nächtlichen Verkehrskontrollen in der Raserszene sind 2021 auch andere Straftaten ans Licht gekommen. Durch Auswertungen von mitgeführten Mobiltelefonen konnten Bezüge zur Kinderpornografie hergestellt werden. Auch Waffen und Drogen wurden in Autos gefunden und entsprechende Ermittlungsverfahren eingeleitet.

Rubriklistenbild: © Carsten Rehder/dpa/Symbolbild

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