COVID-19

Dortmund: Fünf Krankenhäuser von Corona-Ausbruch betroffen

Intensivstation Covid-Bereich
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Noch immer würden sich zu viele Menschen mit dem Corona-Virus infizieren, zu viele im Krankenhaus behandelt werden müssen und auch zu viele sterben, so der Präsident des RKI, Lothar Wieler.

In Dortmund sind aktuell fünf Krankenhäuser von Corona-Ausbrüchen betroffen, die Situation ist angespannt.

Dortmund – Seit Tagen steigt die Zahl der Corona-Infektionen in Dortmund wieder an. Der Inzidenzwert ist laut RKI mit 1193,3 wieder über die Tausender-Marke geklettert. Auch die Krankenhäuser blieben nicht verschont – auf 16 Stationen in fünf Dortmunder Krankenhäusern gibt es zurzeit Corona-Ausbrüche. Aufgrund der hohen Belastung wird der Alltagsbetrieb eingeschränkt sein, wie der Leiter des Gesundheitsamtes Dr. Frank Renken erklärt (mehr News aus Dortmund bei RUHR24).

Corona-Ausbruch in Dortmunder Kliniken sorgt für Einschränkungen

Der COVID-Ausbruch in den Kliniken betrifft auch zwei geriatrische Stationen, die zuständig für Altersheilkunde sind. Die meist über 80-jährigen Patienten sind besonders gefährdet, weswegen „dort alle erforderlichen Maßnahmen umgesetzt werden, sodass die Lage vor Ort unter Kontrolle ist“, betont Dr. Renken.

Dies bedeute jedoch nicht, dass die Gesamtsituation entspannt ist und ohne Sorge betrachtet werden könne. Durch die notwendigen Maßnahmen, wie beispielsweise Isolierungen der Patienten, verzögern sich Entlassungen – Erkrankungen der Mitarbeiter und Ausfälle durch Kinderbetreuung sorgen zusätzlich für Personalmangel. Diese Spirale führt schließlich zu einem eingeschränktem Krankenhausalltag, mit dem „wir noch rund zwei Wochen leben müssen“, so Renken.

Dortmund: Durch den Corona-Ausbruch arbeiten die Kliniken zusammen

Neben abgesagten Operationen seien Stationen zusammengelegt worden, um mehr Personal freizusetzen. Da die Notfallversorgung gewährleistet sein muss, brauche es in dieser Situation „gemeinsame Anstrengungen“. Auch die Krankenhäuser, mit weniger Corona-Patienten müssen sich in ihrem Alltag einschränken, damit mehr Kapazitäten für die überlasteten Kliniken zur Verfügung gestellt werden können. Eine gegenseitige Unterstützung ist gefragt.

Die Besuchsregelungen würden weiterhin angepasst und beschränkt werden, um weitere Ansteckungen mit der besonders infektiösen BA.2-Variante zu verhindern. Der Leiter des Gesundheitsamtes appelliert in diesem Zusammenhang erneut, dass Impfungen eine wichtige Rolle spielen und essenziell seien, um die Lage in den Griff zu bekommen: „So helfen Sie uns sehr!“