Klimaschutz

Dortmund bekommt Elektro-Busse: Auf welchen Strecken sie fahren

Ein Elektrobus des Projektes „StromFahrer“
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In Dortmund werden in Zukunft 30 Elektrobusse über die Straßen stromern.

Dortmund will eine klimafreundlichen Stadt werden und schafft 30 Elektro-Busse für den ÖPNV an.

Dortmund – Die Stadt Dortmund hat im Zuge des Klimaprojekts „StromFahrer“ 30 Elektro-Busse bei dem Hersteller Solaris bestellt. Bereits im März 2023 sollen die Busse durch die Stadt fahren und zum klimafreundlichen Verkehr beitragen, wie die Stadtwerke Dortmund (DSW21) mitteilen (mehr News aus NRW bei RUHR24).

Dortmund wird Elektro-Busse für die Linien 470, 440 und 437 einsetzen

Nach Abschluss des europaweiten Vergabeverfahrens ist die Frage, wer für den Auftrag zuständig sein wird, geklärt: Der ehemals polnische Bushersteller Solaris, inzwischen Teil der spanischen Unternehmensgruppe CAF, bekommt den Auftrag. Insgesamt 30 E-Busse sollen schon Ende des Jahres 2022 in Dortmund eintreffen und nach einem „intensiven Probebetrieb“ ab März 2023 auf den Straßen unterwegs sein.

„Unser oberstes Ziel ist, dass möglichst viele Fahrgäste von der Elektromobilität profitieren können“, betont DSW21-Betriebsleiter Ralf Habbes. Daher werden die Busse auf den stark genutzten Linien 470, 440 und 437 eingesetzt. „Sie durchqueren auf ihren über 300 Kilometer langen täglichen Einsätzen von Mengede nach Sölde quasi einmal die Stadt“, so Habbes.

Dortmund bekommt Elektro-Busse und greift für hohe Anforderungen tief in die Tasche

„Wir möchten bei den neuen Fahrzeugen die gleichen Standards wie bei unseren Dieselbussen, auch damit wir weiterhin ein verlässliches Angebot garantieren können“, erklärt der Betriebsleiter des Weiteren. Aus diesem Grund wurde vorausgesetzt, dass die Busse eine Mindestreichweite von 200 Kilometern und schnellladefähige Akkus mit einer Zuverlässigkeit von mindestens 97 Prozent garantieren können.

Wegen der leistungsstarken Batterien sei keine Nachladung auf der Strecke notwendig und die Busse würden einmal täglich am Betriebshof in Brünninghausen ausgetauscht. Um die Busse aufladen zu können, wurden die Unternehmen Ekoenergetyka (Polen) und Omexom Frankenluk (Deutschland) beauftragt, die die nötige Ladeinfrastruktur, wie Stromversorgung, Ladepunkte, Werkstätten und Schulungen der Mitarbeiter bereitstellen.

Dortmunder Projekt „StromFahrer“ kostet 40 Millionen Euro

Das alles kostet die Stadt Dortmund auch eine gehörige Summe: Rund 40 Millionen Euro schluckt das Mammutprojekt „StromFahrer“ und ist bereits abgesichert. 13,6 Millionen Euro steuert das Bundesumweltministerium an Fördergeldern bei. Weitere Fordermittel in Höhe von 4,2 Millionen Euro könnten noch vom Land NRW dazu kommen. Außerdem finanziert der DSW21 selbst 24 Millionen Euro für das Projekt.

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