5 Millionen Euro für neues Parkleitsystem: Stadt kämpft gegen Verkehrschaos

Parkleitsystem am Königswall. Foto: Lisa Krispin/RUHR24
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Parkleitsystem am Königswall. Foto: Lisa Krispin/RUHR24

Dortmund/NRW - Dortmunds Straßen sind voll und die Suche nach einem Parkplatz kann schon einmal ausufern. Mit einem neuen Parkleitsystem möchte die Stadt dagegen vorgehen.

Wenn man sich durch die Dortmunder Innenstadt mit dem Auto fortbewegt, braucht man nicht selten starke Nerven. Die Straßen sind voll und die Suche nach einem Parkplatz kann schon einmal ausufern. Mit einem neuen Parkleitsystem möchte die Stadt nun dagegen vorgehen.

Der Bauausschuss der Stadt Dortmund beschäftigt sich derzeit mit der Planung eines neuen Parkleitsystems für die Dortmunder Innenstadt. Das erneuerte System soll vor allem dafür sorgen, dass die Suche nach Parkplätzen verringert wird.

Gute überregionale Netzanbindung sorgt für viel Verkehr

In der Begründung der Vorlage für den Stadtrat heißt es, dass das Dortmunder Verkehrsnetz hoch ausgelastet ist. Gründe hierfür seien die gute überregionale Netzanbindung sowie eine Vielzahl an Freizeitangeboten.

Das bringe Besucherströme mit sich, damit verbunden: eine fehlende Ortskenntnis. Deshalb seien Verkehr durch die Parkplatzsuche und unflexible Verkehrsströme keine Seltenheit. Hinzu käme außerdem steigender Verkehr im normalen Straßen- und Straßengüterverkehr.

Diese Umstände stehen jedoch in einem starken Kontrast zu den eigentlichen Zielen der Stadt Dortmund: Über den Masterplan "Nachhaltige Mobilität" hat sie sich das Ziel gesetzt, die Luftschadstoffe weiter zu reduzieren sowie die Grenzwerte gemäß EU Luftqualitätsrichtlinie in Zukunft einzuhalten.

Parkleitsystem sieht Park+Ride-Stationen und Alternativrouten vor

Und hier soll der Plan für das neue Parkleitsystem greifen. Um negative Auswirkungen auf die Umwelt zu mindern, soll der motorisierte Straßenverkehr an Park+Ride-Stationen auf den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) verlagert werden.

Außerdem sollen Besucher, die sich in Dortmund nicht auskennen, frühzeitig gelenkt und über Alternativrouten sinnvoll umgeleitet werden. Und auch durch eine Optimierung der Anzeigeinformationen mit Hinweisen auf Parkmöglichkeiten möchte der Bauausschuss den Parksuchverkehr in der Innenstadt deutlich reduzieren.

Der innerstädtische Verkehrsfluss soll verringert werden, indem Park+Ride-Anlagen im Außenbereich zusätzlich mit eingebunden werden. Die Autofahrer sollen so auf die Möglichkeit der P+R-Nutzung, aber auch frühzeitig auf die Auslastung der Parkhäuser hingewiesen werden.

Diese P+R-Anlagen sieht das Parkleitsystem vor:

Das Parkleitsystem, das auch zur Verbesserung der Lebensqualität und Attraktivität der Stadt beitragen soll, wird die Stadt nach jetzigem Kenntnisstand etwa 5 Millionen Euro kosten. Die Planungskosten von 2 Millionen Euro sind darin bereits enthalten.

Der endgültige Beschluss für das Vorhaben wird vom Rat der Stadt am 15. November erwartet.