Neuer E-Scooter Anbieter in Dortmund: "Tier" hat die günstigsten Angebote - doch es gibt einen Haken

Tier-E-Scooter in Dortmund. Foto: Christian Keiter/RUHR24
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Tier-E-Scooter in Dortmund. Foto: Christian Keiter/RUHR24

Dortmund/NRW - Dortmund hat einen neuen Anbieter für E-Scooter: "Tier". Das Unternehmen bietet aktuell die günstigsten Preise- doch es gibt einen Haken. Hier die Infos.

Nach Circ und Lime startet nun der dritte E-Scooter-Verleiher sein Geschäft in Dortmund. Und dürfte mit seinen Preisen vor allem eins sein: große Konkurrenz.

  • In Dortmund gibt es ab sofort drei E-Scooter-Anbieter.
  • Tier hat aktuell (noch) die günstigsten Roller.
  • Der Geschäftsbereich ist allerdings relativ klein.

Nur wenige Tage, nachdem publik wurde, dass Circ seine Preise in Dortmund kräftig anheben wird, folgt nun der nächste E-Scooter-Hammer.

Der Verleiher "Tier" startete am Donnerstag (10. Oktober) seine Geschäfte in der Ruhrgebietsmetropole. Und er ist deutlich günstiger als seine Konkurrenz.

Tier bietet günstigste E-Scooter in Dortmund

Tier bietet zunächst 100 E-Scooter zur Ausleihe an - wann und ob das Angebot aufgestockt wird, bleibt abzuwarten. Bei den Konkurrenten Circ und Lime kamen schnell immer mehr Roller dazu - heute prägen sie das Stadtbild in Dortmund.

Eine Fahrt mit einem Tier-Scooter kostet einen Euro Aktivierungsgebühr und 15 Cent pro Minute. Bezahlt wird über eine Smartphone-App, die ihr in wenigen Sekunden downloaden könnt.

Mit seinen Preisen ist der neue Anbieter der derzeit günstigste in Dortmund. Bei Lime kostet eine Minute Fahrt schon seit Geschäftsstart in der Westfalenmetropole 20 Cent, Circ hob seine Preise Anfang Oktober auf den gleichen Preis an. Die Aktivierungsgebühr liegt bei allen Verleihen bei einem Euro. Ganz auf die Aktivierungsgebühr verzichten will bald die Ford-Tochter Spin, die es bald in Dortmund und Essen geben soll.

Geschäftsbereich beschränkt sich auf die Innenstadt

Einen Wermutstropfen gibt es bei Tier jedoch: Der Geschäftsbereich des Unternehmens beschränkt sich auf die südliche Dortmunder Innenstadt. Am Rheinlanddamm und an der Lindemannstraße ist Schluss. Bedeutet, dass die E-Scooter, die Stiftung Warentest kritisiert, beispielsweise nicht in der Nordstadt oder an der Uni abgestellt werden dürfen.

Von Seiten des Unternehmens heißt es, dass die Roller „insbesondere an zentralen Verkehrsknotenpunkten und in belebten Bereichen der Stadt“ stünden. Das wäre im Fall von Dortmund nur halb erfüllt, gehört beispielsweise das Stadion schon nicht mehr zum Geschäftsbereich.

E-Scooter von Circ in weiten Teilen von Dortmund verfügbar

Als Circ Anfang Oktober seine Preise erhöht hat, erweiterte sich gleichzeitig auch das Gebiet, in dem die E-Scooter in Dortmund genutzt werden können.

So sind jetzt auch weite Teile des Stadtbezirks Hombruch, von Oespel, dem Fredenbaumpark, von Hörde und von Schüren für die Nutzung freigeschaltet. Anfangs konnten Circ-Kunden die Roller nur in der City und rund um die Universität abstellen. Für Circ ist demnächst allerdings nicht nur in Dortmund Schluss - denn ein neuer Anbieter für E-Scooter kommt ins Ruhrgebiet.

Ein Einblick in die Smartphone-App von Tier

Wer über Tier einen E-Scooter ausleihen möchte, kann das nur digital machen. Die Aktivierung sowie die Bezahlung laufen über eine entsprechende Smartphone-App.

Am Freitagmittag waren in der Innenstadt von Dortmund mehr als 50 E-Scooter frei. Auch an der Rheinischen Straße sowie in der Nähe des Rheinlanddamms gab es noch Roller. Wie die Kapazitäten während des Feierabendverkehrs oder am Wochenende sind, bleibt abzuwarten.

Neben Dortmund ist Tier - das Daten seiner Kunden auf Clouds von Google und Amazon speichert - seit längerem auch in Bochum vertreten, und ab sofort auch in Essen. In beiden Städten stehen zum Launch jeweils 100 E-Scooter zur Ausleihe bereit.