Neubaugebiet Brechtener Heide: Hohe Nachfrage und leise Kritik

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Dortmund/NRW - Die Neubausiedlung an der Brechtener Heide wächst und wächst. Im dritten und größten Bauabschnitt soll auch eine neue Kita entstehen.

Die Neubausiedlung an der Brechtener Heide wächst und wächst. Die dritte und größte Wohnbaufläche ist enorm, gibt aber auch Anlass zur Sorge und Kritik.

Dortmund-Eving. Das Baugebiet Brechtener Heide liegt westlich der Evinger Straße an der Wittichstraße nördlich des Grävingholz und ist unterteilt in drei Bauabschnitte. Zwei davon wurden schon bebaut. Nun ist der größte Bauabschnitt an der Reihe.

Insgesamt gehören der Stadt in dem dritten Abschnitt 69.000 Quadratmeter. Die Fläche ist damit nochmal deutlich größer als die Flächen des ersten und zweiten Bauabschnitts zusammen (64.000 Quadratmeter).

Platz genug also für neue Wohnhäuser. Auf einem Teil der Fläche sollen 48 Einfamilienhaus-Grundstücke entstehen. Der Rest ist für Investoren für die Bebauung mit Doppelhaushälften und Reihenhäusern reserviert, erklärte Detlef Niederquell, Bereichsleiter Immobilienmanagement und Immobilienentwicklung. Ein weiterer Teil gehe zudem an den öffentlich geförderten Wohnungsbau.

Grundstücke werden verlost

Im ersten und zweiten Bauabschnitt seien mittlerweile alle Grundstücke verkauft, aber noch nicht komplett bebaut, so Niederquell. Und auch für die Einzelgrundstücke im dritten Abschnitt, die wohl um die 250 Euro pro Quadratmeter kosten sollen, gebe es schon eine Vielzahl von Bewerbern.

"Die Nachfrage ist sehr hoch", sagte Niederquell und ergänzte: "Wir führen eine lange Interessentenliste." Bereits im September soll der Verkauf der Grundstücke für die Einzelbewerber beginnen. Dies geschieht durch eine Art "Verlosungsprinzip". Jeder der ernsthaftes Interesse an einem Grundstück hat, kommt in die Lostrommel. Die "Gewinner" der Ziehung erhalten dann ein "Zugriffsrecht" auf das jeweilige Grundstück. "So handhaben wir das immer, wenn die Nachfrage das Angebot deutlich übersteigt", erklärte Niederquell.

Aufgrund der schnell wachsenden Neubausiedlung kommen bei den Mitgliedern der Evinger Bezirksvertretung aber auch erste Sorgen auf. Sie befürchten, dass die Infrastruktur im Neubaugebiet nicht genügend mitwachse. So fehlen in Brechten Kindergartenplätze.

Kita geplant

Das Jugendamt teile diese Meinung, so Niederquell. "Aus diesem Grund haben wir uns dazu entschlossen, eine weitere Kita zu eröffnen", versprach Niederquell. Die neue Kita wird voraussichtlich im nördlichen Teil gebaut. Sicher ist das aber noch nicht. Für mögliche Interessenten aber keine ganz unwichtige Information. Schließlich bringe eine Kita auch zusätzlichen Verkehr und Lärm mit sich. Die Bezirksvertretung forderte daher eine frühzeitige Bekanntgabe der Pläne. Niederquell: "Wir werden mit diesem Thema offensiv und transparent umgehen."

Sorgen bereitet auch der Verkehr, wie die Bezirksvertretung anmerkte. Sie forderte ein Verkehrskonzept für die gesamte Umgebung, sonst drohe der Kollaps.

Doch bevor die Bebauung mit Wohngebäuden erfolgen kann, muss auch der letzte Abschnitt kanalmäßig und straßentechnisch erschlossen werden. "Zuletzt hat es in Dortmund zwar weniger geregnet, aber die Kanäle müssen ja trotzdem verlegt werden", sagte Dr. Christian Falk, technischer Leiter der Stadtentwässerung Dortmund.

Interessenten können sich informieren unter www.liegenschaftsamt.dortmund.de unter dem Menüpunkt "Ausblick: künftige Baugebiete" oder telefonisch zu Einfamilienbaugrundstücken bei Katja Waldeier (Tel. 0231-5029766) und Christine Limberg (Tel. 0231-5029839). Bei Fragen zu Investorengrundstücken erreichen Sie Karin Begner (Tel. 0231-5027480).