Bild: Bianca Hoffmann/Dortmund24

Die Staatsanwaltschaft und die Polizei in Dortmund haben im Zusammenhang mit den Dortmunder Nazi-Demonstrationen die Ermittlungen aufgenommen. Im Mittelpunkt steht der Verdacht auf Volksverhetzung. Bei dem Aufmarsch am 21. September in Dortmund riefen Rechtsextreme antisemitische Parolen.

Am vergangenen Freitag (21. September) versammelten sich in Dortmund Dorstfeld und Dortmund Marten knapp 100 Rechtsextreme. Offiziell demonstrierten die Rechten gegen Polizeigewalt. Während der Zusammenkunft brüllten die Demonstranten antisemitische Parolen und zündeten Pyrotechnik. Jetzt wird der Vorfall in einem Strafverfahren geprüft.

Parolen fallen unter Volksverhetzung

Es geht vor allem um den Verdacht der Volksverhetzung. Der Anfangsverdacht ergibt sich laut der Polizei Dortmund aus „den skandierten Parolen, den gezeigten Spruchbändern und den äußeren Gesamtumständen der Demonstrationen“. Einen Teil der Demonstration kann man seit vergangenem Freitag auf Twitter verfolgen. Dort wurden Videos geteilt, in denen gut zu hören ist, wie die Hassparolen von einigen Teilnehmern der Demonstration gerufen werden.

Ebenfalls in den sozialen Medien standen nach dem NaziAufmarsch zunächst die Dortmunder Polizei und Politiker in der Kritik.

Polizei reagiert auf Kritik

Für Aufregung sorgte vor allem, dass die Demonstranten scheinbar ungehindert von der Polizei agieren konnten. Die Polizei reagierte noch am vergangenen Samstag (22. September 2018) auf die Kritik und erklärte, dass sie aufgrund der Rechtslage die Versammlung der Rechtsextremisten hätte gewährleisten müssen.

Im Zuge der Ermittlungen werden nun Beweismittel ausgewertet. Dazu gehören Zeugenaussagen, Videos und Fotomaterial. „Ich bin froh und erleichtert, dass diese antisemitische Hetze in einem Strafverfahren mündet“, so Polizeipräsident Gregor Lange zu den laufenden Ermittlungen.