Tödlicher Polizeieinsatz

Nach Todesschüssen auf Mouhamed (16) – Angehörige wollen Dortmund besuchen

16-Jähriger erschossen - Ermittlungen werden ausgeweitet
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Menschen stehen vor einem Zaun, an dem mit Kerzen und Blumen des erschossenen Jugendlichen in Dortmund gedacht wird.

Angehörige des in Dortmund von der Polizei erschossenen 16-Jährigen wollen zum Tatort reisen. Die Grünen wollen die Reise finanzieren lassen.

Dortmund – Etwas mehr als drei Monate sind seit den tödlichen Polizeischüssen auf den 16-Jährigen Mouhamed in der Dortmunder Nordstadt vergangen. Mittlerweile ist klar, dass die Polizisten in dem Fall einen Fehler begangen haben. Der Jugendliche ist mittlerweile in seiner Heimat im Senegal beigesetzt worden. Nun will seine Familie nach Dortmund kommen.

Tödliche Schüsse auf 16-Jährigen in Dortmund – Angehörige wollen nach NRW kommen

Wie aus einer Mitteilung der Grünen im Stadtrat Dortmund hervorgeht, möchten Angehörige aus dem Senegal nach NRW kommen. Jacques Armel Dsicheu Djiné (Grüne) sagt: „Nachdem Mouhamed Dramé bei einem Polizeieinsatz getötet wurde, haben der Vater und der Bruder aus dem Senegal angekündigt, den Tatort in der Nordstadt besichtigen zu wollen.“ Dabei sollen auch Gespräche mit der Stadt und der Dortmunder Polizei stattfinden, heißt es weiter.

Die Grünen schlagen gemeinsam mit dem Verein Cohedo sowie der SPD dem Integrationsrat vor, den Besuch finanziell zu ermöglichen und „damit ein Zeichen der Versöhnung und Verständigung zu setzen.“ Dabei sollen finanzielle Restmittel eingesetzt werden. Der Integrationsrat tagt am heutigen Freitag (18. November) um 16 Uhr.

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