Partei fordert Hilfe 

Nach Moria-Katastrophe: "Dortmund sollte Aufnahmebereitschaft signalisieren"

Nach Moria-Katastrophe: "Dortmund sollte Aufnahmebereitschaft signalisieren!" 
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Nach Moria-Katastrophe: "Dortmund sollte Aufnahmebereitschaft signalisieren!" 

Die Grünen fordern von der Stadt Dortmund, erneut die Aufnahmebereitschaft von Flüchtlingen aus Moria zu bekunden. Das ist bisher nicht geschehen. 

Dortmund – Hannover hat es getan, Potsdam, Oldenburg, Göttingen und Gießen auch. Die beiden NRW-Großstädte Köln und Düsseldorf ebenfalls. Wenn es nach den Grünen geht, sollte auch Dortmund (alle Artikel aus dem Ressort) erneut die Bereitschaft zur Aufnahme von Flüchtlingen aus Moria bekunden.

Partei

Die Grünen

Zentrale

Berlin

Parteiführung

Robert Habeck, Annalena Baerbock 

Dortmund: Die Grünen fordern erneute Bereitschaft zur Flüchtlingsaufnahme von der Stadt 

Es sind Bilder, die die meisten Menschen schockieren: Das brennende Flüchtlingslager in Moria auf der griechischen Insel Lesbos, die weinenden Kinder, die verzweifelten Menschen. In einem Brief an Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) haben Oberbürgermeister zahlreicher Städte ihre Bereitschaft erklärt, Flüchtlinge aus dem ausgebrannten Lager Moria aufnehmen zu wollen.

Kanzlerin und Innenminister sind gebeten worden, den Weg dafür zu ebnen. Doch was ist mit Dortmund? "Dortmund steht nach unserer Kenntnis bisher nicht unter diesem erneuten Appell. Das ist schade und sollte nachgeholt werden", sagt Ulrich Langhorst, Fraktionssprecher der Grünen der Stadt Dortmund.

Dortmund: Die angekündigte Aufnahme von Flüchtlingen ist aus Sicht der Grünen zu wenig 

Die Flüchtlinge seien aktuell obdachlos und würden durch Corona bedroht werden. Eine Aufnahme in Deutschland und anderen europäischen Ländern sei dringend notwendig. Anscheinend bräuchte die Bundesregierung Druck bereitwilliger Kommunen, so Ulrich Langhorst.

Video: Deutschland nimmt 1550 zusätzliche Migranten aus Griechenland auf

Aus Sicht der Grünen würde die von der Bundesregierung bereits angekündigte Aufnahme von 1.500 Menschen nicht ausreichen. Die katastrophale Situation hat sich weiter verschlechtert.

Dortmund ist eigentlich ein "sicherer Hafen" für Flüchtlinge 

Im Jahr 2019 hat sich Dortmund mit insgesamt 150 anderen Städten in Deutschland zu einem sogenannten "sicheren Hafen" für Flüchtlinge erklärt. Zusätzlich habe der Rat der Stadt auf Antrag der Grünen beschlossen, minderjährige und unbegleitete Flüchtlinge aufzunehmen.

Ein Junge blickt auf das niedergebrannte Flüchtlingslager Moria auf der nordöstlichen Ägäisinsel Lesbos.

Das sei jedoch bisher nicht umgesetzt worden, heißt es von den Grünen. Der Grund: Die Bundesregierung hat sich bislang geweigert, zuzustimmen.

Dortmund sollte noch einmal Bereitschaft signalisieren, helfen zu wollen 

"Es hat genug Warnungen gegeben, dass die Situation in den griechischen Flüchtlingslagern endgültig eskaliert. Jetzt ist es so weit. Deshalb sollte auch Dortmund noch einmal die Bereitschaft signalisieren, einen Beitrag zur Aufnahme von Schutzsuchenden zu leisten", sagt Ulrich Langhorst. 

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