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Einen schönen Familien-Samstag im Monkey-Town verbringen. Das wollte auch ein Familienvater aus Dortmund. Doch anstatt eine Menge Spaß zu haben, ärgerte sich der Mann über die schlimmen Zustände des Indoorspielplatzes.

Rutschen, toben und sich durch ein Bad aus Bällen durchwühlen. Das sind nur einige Aktivitäten, bei denen sich Kinder im Monkey-Town in der Dortmunder Nordstadt völlig verausgaben können. So sollte es zumindest sein.

Auf der Monkey-Town-Internetseite heißt es sogar „Monkey-Town ist ein Spielparadies in dem Kinder vollkommen sicher und unabhängig von der Witterung nach Herzenslust spielen können.“ Diesen Spaß wollte auch Patrick L. seinen Kindern nicht vorenthalten. Doch in einer E-Mail an Dortmund24 ärgert sich der Dortmunder stattdessen über kaputte Spielgeräte bei Monkey-Town.

Ärger über kaputte Trampolin-Federn und gefährliche Bauklötze

Der Vater habe sich an einem Samstag auf einen schönen Familien-Tag mit seinen drei Kindern gefreut. Aber im Gegensatz zu einem „Spielbereich mit bunten Spielgeräten, gefahrlosen Kletter-Konstruktionen, einladenden Tunnels sowie weichem Spielmaterial“, musste sich der Dortmunder über defekte Schaumgummi-Matten und eine vielfach geflickte Luftrutsche ärgern.

Doch damit nicht genug: Gegenüber Dortmund24 spricht der 29-Jährige davon, dass Polsterungen an vielen Stellen abgenutzt seien, sodass man sogar das Metall spüre. Außerdem seien Trampolin-Federn komplett kaputt und die Bauklötze für die Kleinen zum Spielen hätten viele scharfe Kanten.

Der Familienvater sprach daraufhin das Personal bei Monkey-Town an. Zur Antwort bekam er, dass die Spielgeräte täglich benutzt würden. Deshalb könnte dann auch mal etwas kaputtgehen.

Monkey-Town Mitarbeiter: „Man sollte bitte nicht kleinlich sein“

Laut Patrick L. befinden sich beim Monkey-Town in der Dortmunder Nordstadt jedoch nicht nur die Kinder-Spielgeräte in einem schlechten Zustand. Auch auf die dreckigen Toiletten, losen Schrauben und Wasser, das durch die Decke kommt bekam der Mann eine unbefriedigende Reaktion.

„Kann nicht sein und man sollte bitte nicht kleinlich sein“, sollen die Monkey-Town-Mitarbeiter den 29-Jährigen abgefertigt haben. „Ich habe für drei Kinder im Alter von 1 bis 6 Jahren 18,50 Euro bezahlt. Da finde ich kann man schon erwarten, dass alles in einem ordnungsgemäßen Zustand ist“, so Patrick L. gegenüber Dortmund24.

Auf seiner Internetseite wirbt das Monkey-Town außerdem mit „einer Tasse frisch gebrühten Kaffee.“ Frisch gebrüht mag sein, doch Patrick L. erinnert sich an Getränken aus verschmutzen Karaffen und alten Bechern, die ungespült gerochen hätten.

Eine Entschuldigung bekam der Familienvater auch dafür nicht. Das komplette Personal sei überfordert und unfreundlich.

Schlechte Bewertungen auch bei Google

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Besonders ärgerlich an der ganzen Sache: Bereits vor vier Monaten war Patrick L. mit seiner Familie zu Besuch bei Monkey-Town. Auch da seien die Umstände nicht erträglich gewesen. Es hieß, man werde den Indoorspielplatz umbauen. Das sei laut Patrick L. „definitiv nicht passiert.“

Auch in den Google-Bewertungen schneidet Monkey-Town bei den Besuchern teilweise sehr schlecht ab. Dort gibt es oft einen von fünf möglichen Sternen.

„Die Halle und die Geräte haben es hinter sich. Einmal und nie wieder. Dreckig, dunkel, abgenutzte Spielgeräte“ oder „Einfach nur schrecklich. Lampen waren kaputt, es war total kalt. Kalte und ungemütliche Atmosphäre. Erinnert eher an ein Gefängnis als an einen Indoorspielplatz“, schreiben einige User. Bewertungen, die den Eindruck von Patrick L. widerspiegeln.

Für Familien kaum Alternativen bei schlechtem Wetter

Der Dortmunder ärgert sich darüber, dass es für Eltern nicht viele Möglichkeiten gäbe, bei schlechtem Wetter etwas schönes mit ihren Kindern zu unternehmen. „Ich bin nun an einem Punkt, wo ich andere Eltern schützen möchte.“

Sie sollen das Geld nicht bei Monkey-Town ausgeben, sondern bei Regen zum Spielen mit den Kindern lieber Zuhause bleiben“, so der Vater.

Monkey-Town selbst war weder per E-Mail noch telefonisch für eine Stellungnahme erreichbar.